Jan Hendrick Otto gleicht aus

Handballspiel ESG Gensungen/ Felsberg gegen MSG Umstadt/Habitzheim endete unentschieden 21:21

Gensungen. Er sagt: "Ich habe die Zeit und den Spielstand ausgeblendet." Als Jan Hendrik Otto den Ball nimmt und zur Siebenmeterlinie geht, sind noch 15 Sekunden zu spielen, und der Handball-Oberligist ESG Gensungen/Felsberg liegt gegen die MSG Umstadt/Habitzheim 20:21 zurück.

 Er sagt: "Ich habe die Zeit und den Spielstand ausgeblendet." Als Jan Hendrik Otto den Ball nimmt und zur Siebenmeterlinie geht, sind noch 15 Sekunden zu spielen, und der Handball-Oberligist ESG Gensungen/Felsberg liegt gegen die MSG Umstadt/Habitzheim 20:21 zurück. Wir wissen nicht, ob Otto die Wahrheit sagt, fest steht jedoch, dass der ESG-Rechtsaußen den Strafwurf zum 21:21-Endstand verwandelt hat, was seiner Mannschaft einen lange nicht für möglich gehaltenen Teilerfolg beschert.

Weil Otto cool ist, Marc Lauterbach fantastisch hält und Franco Rossel gerade noch rechtzeitig auftaut, holen die Edertaler in den letzten 20 Minuten einen Vier-Tore-Rückstand auf und beweisen erneut, dass sie das Wort „aufgeben“ längst aus ihrem Sprachschatz gestrichen haben.

Gäste waren besser

Unumstritten ist aber auch, dass die Gäste aus Südhessen in der Gensunger Kreissporthalle die bessere Mannschaft sind. Mit Marcel Bolling haben auch sie einen tollen Torhüter, und im Feld sind sie dank Marc-Oliver Teuner, Milan Stancic und Marco Sokicic individuell besser besetzt als die ESG, deren Spieler zudem phasenweise die Anweisungen ihres Trainers ignorieren.

In solchen Momenten offenbart der nette Arnd Kauffeld, dass er auch mal richtig sauer werden kann, und später erklärt er warum. "Wir haben klare Absprachen über Laufwege und Ballstafetten, aber vor allem bei Angriffen in Überzahl war von taktischer Disziplin nichts zu sehen." Zudem agieren die Rückraumspieler zu zaghaft, vermeiden Zweikämpfe und lassen den Ball so langwierig und ideenlos vor der Abwehr wandern, dass die Schiedsrichter immer wieder die Arme zum Zeichen des drohenden Zeitspiels heben müssen.

Während Franco Rossel und Vince Schmidt ansatzweise ihr Können zeigen, erwischt Benedikt Hütt einen schwachen Tag. Das größte Sorgenkind aber heißt Cornelius Feuring. Der Mann im rechten Rückraum wird vermutlich noch lange brauchen, bis er nach seinem Mittelhandbruch wieder an seine Normalform anknüpfen kann.

Die schwache Leistung der ESG lässt sich aber auch mit den widrigen Umständen erklären. Verletzungen, Krankheiten und berufliche Belastungen vieler Spieler hatten zur Folge, dass zu so mancher Trainingseinheit nicht mehr als sechs Akteure der ersten Mannschaft erschienen. Eine optimale Vorbereitung auf einen so starken Gegner wie die MSG Umstadt/Habitzheim sieht anders aus.

ESG:Lauterbach, Mügge - Bauer 3, Rossel 5, Hütt 1, Schmidt 4, Otto 3/2, Feuring, Rohde 1, Koch 2, Walther 2. MSG:Bolling, Renkel - Kemper, Brunner 2, Acic 1, Justin Kraus 1, Joshua Kraus 5, Göttmann 2, Kramer, Wesche, Teuner 5/4, Stancic 2, Seifert 1, Sokicic 2. SR: Eichner/Henkel (Wiesbaden/Rüsselsheim). Z: 400. Strafminuten: ESG: 6 - MSG: 8. Siebenmeter: 3/2:6/4.

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