3. Liga:

Hannah Puntschuhs „Drecksarbeit“ wird bei Fritzlars Sieg in Ibbenbüren belohnt

Hannah Puntschuh
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Hannah Puntschuh

Da ist der vierte Sieg in Folge: Handball-Drittligist SV Germania Fritzlar gewann mit 30:21 (12:11) bei der Ibbenbürener Spvg 08 und zog nach Pluspunkten sogar mit dem heimischen Rivalen SG 09 Kirchhof gleich. Allerdings brannten die Gäste dabei kein Feuerwerk ab.

Ibbenbüren – „Unser Sieg war glanzlos und ist zu hoch ausgefallen“, gab SVG-Coach Lucky Cojocar unverblümt zu. Dessen Team stand zunächst gut in der Abwehr und legte über 4:0 (9.) eine 6:1-Führung vor (13.), die die erst 16-Jährige Melina Hahn (3), Hannah Berk an ihrem 18. Geburtstag (2) und Maria Kiwa ermöglichten. Allerdings fehlten Fritzlar zunehmend Ideen gegen die offensive Abwehr Ibbenbürens. Zudem ließ die Germania vier von fünf Tempogegenstößen vor der Pause liegen.

In nur neun Minuten schlossen die Gastgeberinnen angetrieben von Rückraumspielerin Theresa Beermann zum 7:7 auf (22.). Als dann ein technischer Fehler im Gegenstoß dazu führte, dass Ibbenbüren durch Hannah Schoppe zur Halbzeit (11:12) auf Tuchfühlung blieb, war eine kleine Kabinenpredigt fällig: „Wir waren nicht präsent genug und die Mädels wussten, dass sie schlecht gespielt haben“, erklärte Cojocar. Und konnte sich an einer Leistungssteigerung erfreuen.

Küllmer überzeugt, Einwechselungen fruchten

Rückraumspielerin Kiwa ging nun auch als Torschützin voran und war mit drei Treffern maßgeblich am vorentscheidenden 7:1-Lauf zum 19:11 (39.) beteiligt. Möglich allerdings nur, weil die eingewechselte Kreisläuferin Hannah Puntschuh geschickte Sperren stellte und die „Drecksarbeit“ verrichtete: „Das ist die beste Puntschuh, die ich kenne. Wir sind heilfroh, dass sich Hannah noch einmal so ins Zeug legt und zur Verfügung stellt“, lobt der Coach seine erfahrenste Spielerin, deren Status sich von „Stand-by“ zu „unverzichtbar“ verändert hat.

Da zudem Paula Küllmer über 60 Minuten ein solider Rückhalt war und die eingewechselten Chantal Reimbold sowie Laura Stockschläder, deren Schwester Johanna erfolgreich mit Deutschland in die WM gestartet ist, konsequent trafen, geriet der Auswärtssieg nicht mehr in Gefahr.

Fritzlar: Gürbig, Küllmer - Dietrich 1, Stockschläder 3, Reimbold 4, Israel, Puntschuh 3, Berk 4/1, Kauffeld, Kiwa 5/1, Hahn 6, Krüger 4/2.

SR: D. Adam/S. Adam (Hofgeismar). Z: 85. Siebenmeter: 6/8:4/5. Zeitstrafen: 6:4-Minuten. (Sebastian Schmidt)

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