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Heißes Derby in Melsungen: SG 09 Kirchhof II erwartet SV Germania Fritzlar II

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Von: Marcel Glaser

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Muss sich steigern: Kirchhofs Marie Herwig ist noch nicht so dominant wie früher.
Muss sich steigern: Kirchhofs Marie Herwig ist noch nicht so dominant wie früher. © Pressebilder Hahn

Susanne Bachmann, Trainerin der Oberliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II, sieht dem anstehenden Derby bei der Drittliga-Reserve der SG 09 Kirchhof (So. 17 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen) entspannt entgegen.

Melsungen – „Wir werden das schon irgendwie wuppen“, sagt die SVG-Übungsleiterin, die gegen das Team von SG-Coach Martin Denk mehrere Leistungsträgerinnen ersetzen muss. Theresa Werner (Virusinfektion) und Johanna Icke (Schulterverletzung) werden definitiv fehlen. Dazu bangen die Domstädterinnen um den Einsatz von Linksaußen Merle Bücker (angeschlagen) und Sarah Oschmann. Die Halbrechte plagen Rückenprobleme, ein MRT soll unter der Woche Aufschluss über die Schwere der Verletzung bringen.

Die Hauptlast in der Offensive wird daher neben Spielmacherin Hannah Grothnes und Linkshänderin Anna Ködel wieder die erst 16-Jährige Paulina Kauffeld tragen, die nun fest zum Oberliga-Team gehört. Auch Drittliga-Außen Anna Holeczy, die verletzt war und beruflich stark eingespannt ist, dürfte dem Kader wieder angehören.

Auf Grothnes kommt es an

Steigern müssen sich die Domstädterinnen besonders in der 6:0-Abwehr. „Da sind wir zu instabil“, bemängelt Bachmann. Denn die SVG-Deckung bekommt es mit SG-Spielmacherin Katharina Koltschenko zu tun. Die Regisseurin gibt in der SG-Offensive den Ton an, ist sowohl per Schlagwurf als auch im Zweikampf gefährlich. Und in überragender Form – mit 47 Treffern führt sie die Torschützenliste der Oberliga an. Gestoppt werden soll sie vor allem im Verbund. „Ansonsten bleibt den anderen Spielerinnen zu viel Raum für Einzelaktionen“, erklärt Bachmann.

Kirchhof hingegen, das im Hinspiel locker 21:14 gewann, kann auf den gleichen Kader bauen wie schon im Spitzenspiel gegen Hoof/Sand/Wolfhagen (25:21). „Fritzlar hat eine richtig gute Mannschaft. Es gilt von Beginn an präsent zu sein. Wir bauen auf unsere starke 6:0-Abwehr und unsere zwei guten Torhüterinnen“, sagt SG-Trainer Martin Denk. Dabei kommt es zum Wiedersehen mit der Ex-Kirchhoferin Maren Dasenbrock, die sich vor der Saison der Germania anschloss und sich in bestechender Form präsentiert. Gerade in der Offensive muss sich die SG steigern. Zuletzt unterliefen ihr hier zu viele technische Fehler und überhastete Abschlüsse. Platzen muss der Knoten gerade auch bei Torjägerin Marie Herwig. Die langjährige Leistungsträgerin kommt bisher erst auf 14 Saisontore.

Bedeutung von viertem Platz offen

Viel wird zugleich davon abhängen, ob die Kirchhoferinnen die starke SVG-Spielmacherin Hannah Grothnes in den Griff bekommen. „Sie ist der Dreh- und Angelpunkt im Fritzlarer Angriff. Es ist ganz wichtig, dass wir sie in den Griff bekommen“, sagt Denk über die quirlige Spielmacherin, die über ein starkes Eins-gegen-Eins verfügt und die er jahrelang selbst bei der SG 09 trainierte.

Der Sieger der Partie kann im Kampf um den Klassenerhalt einen großen Schritt machen. Ob der vierte Tabellenplatz den Ligaverbleib – wie zuvor vermeldet – sichert und gleichzeitig das Ende der laufenden Oberliga-Saison bedeutet, ist jedoch unklar. „Wir müssen das intern noch diskutieren“, sagt Klassenleiterin Kathrin Goetzki auf HNA-Anfrage. (Marcel Glaser)

Schlüsselspielerin: Hannah Grothnes ist Fritzlars Dreh- und Angelpunkt.
Schlüsselspielerin: Hannah Grothnes ist Fritzlars Dreh- und Angelpunkt. © Artur Schöneburg

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