3. Liga:

Herkulesaufgabe für die ESG Gensungen/Felsberg gegen HSG Krefeld Niederrhein

Einsatz fraglich: Lukas Voß, der hier gegen Mendens Tim Brand pariert, droht bei Gensungens Vergleich mit Spitzenreiter Krefeld auszufallen.
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Einsatz fraglich: Lukas Voß, der hier gegen Mendens Tim Brand pariert, droht bei Gensungens Vergleich mit Spitzenreiter Krefeld auszufallen.

Der Beste kommt zum Schluss: Spitzenreiter HSG Krefeld Niederrhein gastiert am letzten Spieltag der Hinrunde der 3. Handball-Liga, Staffel D, bei der ESG Gensungen/Felsberg (Sa. 19.30 Uhr, Kreissporthalle Gensungen).

Gensungen – „Keiner erwartet etwas von uns. Das ist eine absolute Herkulesaufgabe“, erklärt ESG-Coach Arnd Kauffeld. Und sieht das ungleiche Duell (live auf Sportdeutschland.tv) durchaus als Chance an. Als „Test auf hohem Niveau“, um etwa das Spiel mit dem siebten Feldspieler oder die 5:1-Deckung als Alternative zu verfeinern. Womöglich wird’s eine Prüfung ohne den Kapitän. Denn Christoph Koch wird in Kürze Vater und würde für den Fall der Fälle fehlen dürfen. Fraglich neben dem Langzeitverletzten Franco Rossel ist noch der Einsatz von Torhüter Lukas Voß (krank).

Demgegenüber können die Gäste erstmals seit fünf Wochen aus dem Vollen schöpfen. Denn gestern ist auch Kevin-Christopher Brüren ins Training eingestiegen, der beim 37:24-Kantersieg über den TuS Volmetal angeschlagen fehlte. Der Halbrechte ist mit 45/15-Treffern nach Merten Krings (49) der zweitbeste Torschütze des Tabellenführers. Somit hat Krefeld keinen Mann unter den Top Ten der Liste. Ganz nach dem Geschmack von Trainer Maik Pallach: „Ich finde es wichtig, nicht den einen Spieler zu haben, der dir am Saisonende 250 Tore wirft. Lieber sind mir acht, die jeweils auf 100 kommen.“

Kapitän Krings ist der „Go-to-Guy“

Um nicht zu verhehlen, dass Kapitän Krings, der im Sommer vom ASV Hamm-Westfalen kam, „mein verlängerter Arm auf dem Spielfeld ist.“ Als „Go-to-Guy“, der in kritischen Phasen den Überblick behält und auch ansonsten die Zügel in der Hand hält und auch die Außen geschickt in Szene setzt. So kann Mike Schulz (40/18) ebenso wie Steffen Hahn (27) auf Rechtsaußen den Unterschied ausmachen. „Im Angriff sind sie überall gefährlich und doppelt top besetzt“, betont Kauffeld. Zu den acht Neuzugängen, von denen sechs aus der 2. Liga kamen, zählt auch Andrej Obranovic. Der 24-Jährige Kroate mit Gardemaß von 1,98 m kommt auf drei Treffer pro Spiel und gibt der knallharten 6:0-Deckung Halt.

Dahinter kann Pallach auf das stärkste Torwart-Duo der Liga bauen. Auf Routinier Sven Breitmann (kam von Bayer Dormagen) und Lasse Hasenforther (VfL Gummersbach), die auf 16 Paraden pro Spiel kommen. „Wir lassen uns nicht irritieren, wenn wir mal in Rückstand liegen“, erklärt der Trainer, der zuvor Sportlicher Leiter des TV Großwallstadt und Leiter der Handball-Akademie des VfL Gummersbach war. Und nun die HSG Krefeld zurück in die 2. Liga führen möchte. „Langsam greifen die Automatismen. Jedoch sind wir noch nicht so konstant, wie ich mir das erhoffe“, sagt Pallach. (Sebastian Schmidt)

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