Zweitliga-Relegation:

Himmel oder Hölle? Entscheidung über Zukunft der SG 09 Kirchhof fällt in Aldekerk

Es geht zur Sache: Kirchhofs Greta Kavaliauskaite (l.) wird hier im Hinspiel von Aldekerks Pia Kühn bearbeitet.
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Es geht zur Sache: Kirchhofs Greta Kavaliauskaite (l.) wird hier im Hinspiel von Aldekerks Pia Kühn bearbeitet.

Klassenerhalt oder Abstieg? Erlösende Freude oder tiefe Trauer? Himmel oder Hölle? Heute müssen die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof liefern. Denn im Relegations-Rückspiel zur 2. Bundesliga beim TV Aldekerk (19 Uhr) entscheidet sich in der Vogteihalle Kerken die sportliche Zukunft der Löwinnen.

Aldekerk/Kirchhof – „Das ist nicht nur unser Spiel des Jahres. Das ist mehr“, erklärt SG-Coach Martin Denk. Und hat bei seinem letzten Einsatz als Trainer des Zweitligisten, ehe er in der kommenden Saison zurück zum Juniorteam in die Oberliga kehrt, Verstärkung auf der Bank. Wie schon beim 27:27 im Hinspiel unterstützt ihn sein Onkel Udo Horn. Vor allem im technischen Bereich und bei der Analyse. Neu dabei ist Fabian Fuchs, der für Eintracht Baunatal in der 3. Liga parierte, und in der kommenden Saison als Torwarttrainer eingeplant ist.

Kirchhof bündelt alle Kräfte

Kollektives Kräftebündeln, um den letzten, den allerallerletzten Strohhalm greifen zu können. Nur möglich, „wenn wir in allen Bereichen eine Schippe drauflegen. Da müssen von der Bank mehr Emotionen kommen und auf der Platte brauchen wir einen Drecksack“, wie Denk unmissverständlich betont. Gefordert sind also klarere Zeichen im Spiel. Die nötige Härte in den Zweikämpfen, die im Hinspiel vermehrt an Aldekerk gingen. Konsequente Abschlüsse und Paraden, die den Drittligisten einschüchtern. Denn ein Klassenunterschied war beim 27:27 in keiner Phase zu erkennen.

Dementsprechend hat der Turnverein vom Niederrhein Lunte gerochen. Blut geleckt, um den größten Erfolg der Vereinsgeschichte verwirklichen zu können. Allerdings mit dem aus Sicht von Trainerin Yvonne Fillgert feinen Unterschied, „dass wir nicht müssen und schon gar keinen Druck haben.“ Durchaus angetan von der Vorstellung ihrer Mannschaft, der ihr Mut macht. Gespannt darauf, wie die jungen Gastgeberinnen sich bei ihrer Premiere in einer Englischen Woche präsentieren. „Jetzt können wir zeigen, wie schnell wir aus Fehlern lernen. Beide Mannschaften können sich besser auf den Gegner vorbereiten als beim Hinspiel“, weiß Fillgert und freut sich auf 123 Zuschauer, die erstmals wieder in der Vogteihalle zugelassen sind. Auch aus Kirchhof reisen 15 Fans an.

Personell gehen beide Vereine das Rückspiel unverändert an. Aldekerk kann demnach bis auf Rechtsaußen Angelina Huppers (Nasenbeinbruch) in Bestbesetzung antreten. Kirchhof fehlen die Langzeitverletzten Hannah Kamp, Katharina Hufschmidt, die einst das Handball-ABC beim ATV lernte, und Nela Zuzic. (Sebastian Schmidt)

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