HNA-Meinung

Kommentar zu Handball-Turnieren in Melsungen und Fritzlar: Spektakel mit Makel

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So packend sind nur Derbys: Kirchhofs Kim Mai (links) und Diana Sabljak versuchen hier am 12. März 2017 alles, um Fritzlars Esther Meyfarth vom Ball zu trennen. Seit diesem 27:26 für Fritzlar haben beide Vereine nicht mehr gegeneinander gespielt - auch, weil sie sich nicht zu den Turnieren einladen.

Das gab’s noch nie: Sechs Handball-Erstligisten und neun Zweitligisten verteilt auf den Domstadt-Cup in Fritzlar und das Heinrich-Horn-Gedächtnisturnier der SG 09 Kirchhof. Dazu ein Kommentar.

Exakt die Hälfte der deutschen Bundesligisten messen sich am Wochenende in der Region. Beide Turniere bieten großen Sport. Das hat Tradition. Beide Vereine festigen auch mit Blick auf ihre männlichen Vertreter aus Gensungen, Felsberg und Melsungen den Handball als leistungsstärkste Sportart im Kreis. Von derart professionellem Niveau kann König Fußball zwischen Schwalm und Eder nur träumen. 

Allerdings finden beide Turniere erneut zeitgleich in Fritzlar und Melsungen statt. Dieser Makel kann kein Zufall sein und hat ebenso Tradition. Beide Klubs schüren unnötig ihre Rivalität und nehmen sich Zuschauer weg. Die Krönung der Turniere wäre es, sich bei den Terminen abzusprechen und gegenseitig einzuladen. Somit hätten beide Teams zwei packende Derbys in der Vorbereitung – und beide Vereine noch mehr Einnahmen, weil sich dieses Spektakel wohl weder die Kirchhöfer noch die Fritzlarer Fans entgehen lassen würden. 

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