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HNA-Teamvergleich: SG 09 Kirchhof Punktsieger vor Derby in Fritzlar

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Von: Sebastian Schmidt

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Daumen hoch: Kreisläuferin Angela Cappellaro ist einer der größten Trümpfe der SG 09 Kirchhof.
Daumen hoch: Kreisläuferin Angela Cappellaro ist einer der größten Trümpfe der SG 09 Kirchhof. © Richard Kasiewicz

Das Derby lockt. Wer hat die besseren Karten in der 3. Handball-Liga C, wenn sich am Sonntag (17 Uhr, Sporthalle der KHS) der SV Germania Fritzlar und die SG 09 Kirchhof messen?

Fritzlar – Björn Piontek muss es wissen. Schließlich hat der Trainer des überraschenden Tabellenführers HSG Blomberg-Lippe II mit seinen Talenten bei beiden heimischen Vertretern gespielt. Und beide Spiele gewonnen. Im Teamvergleich sieht der 42-Jährige die Gäste leicht im Vorteil. Deren entscheidender Trumpf könnte ihr Rückraum sein.

Tor:

Beide Mannschaften sind hier gut aufgestellt und haben gehobenes Drittliga-Niveau zu bieten. Mit jeweils unterschiedlichen Typen. Lea Gürbig ist für Fritzlar ein stabiler Rückhalt mit einer guten Ausstrahlung. Auf Kirchhofer Seite hat mir gegen uns Sophia Ritter etwas besser gefallen. Tendenz: ausgeglichen.

Außen:

Auf links ist Martina Pandza super im Gegenstoß und hat eine hohe Quote bei der Verwertung, ist zudem sicher im Spiel. Ich erachte sie stärker als Fritzlars Lena Dietrich, die jedoch ebenfalls sehr solide ist. Vorteile auf Rechtsaußen hat ganz klar die Germania. Hannah Berk ist wesentlich stabiler als Alma Jaén Loro. Sie hat zudem den Vorteil, auch auf halb gut spielen zu können. Tendenz: in der Summe ausgeglichen.

Rückraum:

Fritzlars Weg mit jungen Spielerinnen finde ich sehr sympathisch. Luisa Krüger etwa zeigt ein bemerkenswertes Kämpferherz, Melina Hahn ist für ihre 16 Jahre schon sehr weit. Dennoch hat Kirchhof in der Breite und Spitze mehr zu bieten. Deborah Spatz hat sich wirklich gut entwickelt. Die Routine von Greta Kavaliauskaite ist wichtig. Daneben kommt Frida Nygaard Ulrichsen immer stärker auf. Tendenz: Vorteil Kirchhof.

Kreisläufer:

Hannah Puntschuh bringt extrem viel Erfahrung mit und sich gut für Fritzlar ein. Da aus meiner Sicht Angela Cappellaro die beste Kreisläuferin der Liga ist, geht mein Punkt aber an die SG. Sie hat eine unfassbare Einstellung und deckt für zwei. Tendenz: Vorteil Kirchhof.

Abwehr:

Beide Teams haben ihre Stärken wieder einmal mehr in der Abwehr als im Angriff. Das System mit einer kompakten 6:0-Deckung ist bei beiden identisch. Tendenz: ausgeglichen.

Angriff:

Das Umschaltspiel von Kirchhof ist besser. Prinzipiell muss Fritzlar mehr für ein Tor tun. Vorteile hat die SG etwa mit Würfen aus neun Metern, weil die Spielerinnen Kirchhofs größer sind. Tendenz: Vorteil Kirchhof.

Trainer:

Angenehm im Umgang sind beide. Allerdings ist es ein Gütesiegel, dass Lucky Cojocar schon lange in Fritzlar arbeitet und sein Vertrag bis 2024 verlängert wurde. Lucky macht seit Jahren einen super Job und ist ein abgezockter Hund. Vorteil Fritzlar.

Prognose: In Summe wird es enger werden, als es meine Punkte vermuten lassen. Es ist für beide das erste Spiel des Jahres. Fritzlar wird sich bis zur letzten Patrone wehren, so dass sich die Zuschauer auf ein schönes Derby freuen können. (Sebastian Schmidt)

Volltreffer: Fritzlars Hannah Berk ist mit 69/1-Treffern eine der stärksten Außen der Liga.
Volltreffer: Fritzlars Hannah Berk ist mit 69/1-Treffern eine der stärksten Außen der Liga. © Pressebilder Hahn

Zur Person:

Björn Piontek (42) wurde in Bielefeld geboren und lebt in Lemgo. Der A-Lizenz-Inhaber ist mit einer kurzen Pause seit elf Jahren für die Handballerinnen der HSG Blomberg-Lippe tätig, die er im Sommer allerdings verlassen wird. In dieser Spielzeit trainiert er die HSG II erfolgreich in der 3. Liga C sowie die A-Jugend in der Bundesliga. Zudem ist er Leiter der Akademie und Jugendkoordinator Leistungssport. Alles in Nebentätigkeit, denn der gelernte Immobilienkaufmann arbeitet für den Kreis Lippe. 

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