Veränderungen im Kader der Vipers

HSG Bad Wildungen: Spielvogel und Patorra weg, Nieuwenweg zurück, Olsen neu

Handballerin schaut aus einer Hallentür und zeigt mit dem Finger
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Da schau her: Anouk Nieuwenweg beim Neckarsulmer Gastspiel in Bergheim im November.

Eine Woche vor dem Saison-Restart in der Handball-Bundesliga der Frauen bewegen gleich vier Personalien die HSG Bad Wildungen. Die Vipers haben zwei Spielerinnen verloren und zwei neue verpflichtet.

Bad Wildungen - Mit Anna-Maria Spielvogel geht die langjährige Linksaußen der HSG, mit Leonie Patorra eine Rückraum-Spielerin. Diese Lücken schließt der Verein mit Rückkehrerin Anouk Nieuwenweg sowie der Norwegerin Thea Øby Olsen.

Anna-Maria Spielvogel (25) war viereineinhalb Jahre lange eine verlässliche Stütze im Team. Sie habe um die Vertragsauflösung gebeten, weil sich ihr eine einmalige berufliche Chance biete, sagte auf Nachfrage Simon Hallenberger aus dem Management der Vipers, wollte aber keine Details nennen. Dieser Bitte sei man schweren Herzens nachgekommen.

Leonie Patorra, erst seit Saisonbeginn in Wildungen, überraschte die Vipers mit ihrem Rückzug aus privaten Gründen. „Beide Weggänge haben nichts mit dem Verein oder sportlichen Aspekten zu tun“, betonte Hallenberger.

Nieuwenweg kommt aus Neckarsulm

Beide Spielerinnen sind bereits weg, deshalb musste die HSG schnell handeln, um Ersatz zu finden. Anouk Nieuwenweg eisten sie vom Ligakonkurrenten Neckarsulmer SU los, wo die 25-Jährige nach einem kurzen Gastspiel beim Thüringer HC seit Oktober vergangenen Jahres unter Vertrag stand. Für sie ist es eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte: Die Niederländerin spielte zwischen 2015 und 2019 vier Saisons für die Vipers, ehe sie zum französischen Erstligisten Chambray Tourraine wechselte.

Tränen vor dem letzten Spiel: Anna-Maria Spielvogel mit Trikot im Gesicht, rechts Teamkollegin Vanessa Plümer.

In Wildungen hatte sie sich unter Tessa Bremmer zu einer Leistungsträgerin entwickelt. Die Linkshänderin kann sowohl im Rückraum rechts als auch in der Mitte eingesetzt werden. Der Bedarf auf diesen Positionen ist groß beim Liga-Vorletzten; die HSG muss nicht nur Patorra, sondern auch die am Knie verletzte Larissa Platen ersetzen.

„Wir sind froh über die Rückkehr von Noukie“, sagte Trainerin Bremmer deshalb. „Sie hat in letzter Zeit wenig Spielanteile bekommen und braucht sicherlich ein bisschen Zeit, sie kennt aber unser System und wird schnell eine Verstärkung für uns sein.“ Niewenweg zog offenbar den geplanten Weggang aus Neckarsulm vor.

„Ich bin froh, dass es so schnell arrangiert wurde und freue mich riesig darauf, wieder in Bad Wildungen zu spielen und das Team unterstützen zu können!“, wird Nieuwenweg in der Pressemitteilung der HSG zitiert. Die frühere Junioren-Nationalspielerin unterschrieb einen Vertrag über zweieinhalb Jahre und soll schon am kommenden Mittwoch im Auswärtsspiel in Oldenburg im Kader stehen.

Linksaußen Olsen stößt frühestens Mitte Januar zum Kader

Die neue Linksaußen Thea Øby Olsen stößt im Januar zum Team, sie hat einen Vertrag bis zur Spielzeit 2023/24 erhalten. Die 26 Jahre alte Norwegerin spielte zunächst in der ersten und zweiten Liga ihres Heimatlands, wechselte dann nach Dänemark zum Club Fredrikstad. Ende vergangenen Jahres verletzte sie sich an der Achillessehne und musste operiert werden. „Sie ist nun aber wieder vollständig regeneriert und bereit für ihre neue Herausforderung in Deutschland“, so die HSG.

„Mit Thea standen wir schon deutlich länger in Kontakt“, ergänzte Tessa Bremmer. Sie komme zwar aus einer Verletzung, „hat aber unglaublich viel Lust wieder Handball zu spielen und wird Mitte, Ende Januar für uns auflaufen können“. Olsen ist ausgebildete Krankenschwester, die HSG vermittelte ihr eine Stelle in der neuen Wahlheimat.

„Ich freue mich sehr, ab Januar Teil des Teams zu sein“, erklärte Olsen. Sie habe ein sehr gutes Gefühl nach ihrem Probetraining in Bad Wildungen. „Das Team und die Umgebung haben mich sehr angesprochen. Ich werde alles geben, um mit dem Team gemeinsam die gesetzten Ziele zu erreichen.“

Gimpel: Wirtschaftlich eine Herausforderung

Die HSG muss für die Neuverpflichtungen Geld auf den Tisch legen, während sie umgekehrt keine Transfererlöse erzielt. „Wirtschaftlich gesehen ist das momentan eine Herausforderung“, sagte Geschäftsführer Uwe Gimpel. Sportlich gesehen sei er jedoch davon überzeugt, „dass Anouk und Thea uns in der Zukunft weiterbringen werden“.

Abschied nach einem halben Jahr: Leonie Patorra.

Den Weggang von Spielvogel bedauerte Gimpel ausdrücklich: „Es ist sehr schade, dass uns ,Spielie" nach so vielen schönen Jahren aus beruflichen Gründen verlassen muss und wir wünschen ihr alles Gute für ihren beruflichen Weg.“ (mn)

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