Baunatal beißt sich durch

HSG-Handballer gewinnen Landesliga-Derby gegen Dittershausen 22:16

Ab durch die Lücke: Baunatals Lennart Kusan (in Weiß), hier in der vorigen Spielzeit gegen die Dittershäuser Lukas Reinbold (links) und Tim Poppenhäger, gehörte auch jetzt beim HSG-Sieg zu den Torschützen. Foto: Hedler

Baunatal. Die ersten knapp zehn Minuten gehörten den Gästen, die restliche Spielzeit den Gastgebern. Und so feierte die HSG Baunatal im Derby der Handball-Landesliga der Männer vor rund 250 Zuschauern einen verdienten 22:16 (11:8)-Heimerfolg über Nachbar TSG Dittershausen.

Beide Kontrahenten brauchten die Punkte dringend, um nicht tiefer in den Abstiegsstrudel zu geraten. Der Situation entsprechend gingen zunächst nur die Gäste zu Werke. „Den Beginn haben wir einfach verschlafen“, sagte Baunatals Trainer Mike Fuhrig später.

0:4 lag sein Team gegen die konzentriert beginnenden Dittershäuser nach 9:40 Minuten hinten. Dann stieg Markus Seifert einfach mal hoch und zog trocken ab zum ersten HSG-Treffer. Allmählich wendete sich das Blatt. In dem Maße, wie sich die Baunataler ins Spiel kämpften, ließ die TSG nach. Zudem engte Max-Malte Wagenführ als Vorgezogener die Kreise von Dittershausens Moritz Gerlach ein.

Ein weiterer Garant der Wende stand im Baunataler Tor. Max Henkel parierte immer wieder prächtig und entschied das Duell der Schlussmänner gegen den sich nach der Pause steigernden Martin Herwig für sich.

Bis zum Wechsel lag die HSG mit drei Toren vorn und ließ die Gäste später nur noch einmal auf zwei Tore heran (14:12, 43.). Kurzzeitig musste die TSG dann in doppelter Unterzahl spielen, kurz darauf lagen die Gastgeber mit 16:12 vorentscheidend vorn. Der Rest war Formsache.

„Anfangs mussten wir noch höher führen. Später waren wir im Angriff harmlos wie lang nicht mehr und haben keine Lösungen gegen die 5:1-Deckung gefunden“, klagte TSG-Trainer Sead Kurtagic und ergänzte: „Vielleicht sah das nach dem größeren Willen auf Baunataler Seite aus.“

Bei seinem Gegenüber war die Welt nach dem lauen Start wieder im Lot. „Wir haben eine super Abwehr gespielt. Die hatten wir die ganze Woche über geübt“, befand Mike Fuhrig. Noch mehr Genugtuung empfand er angesichts der guten Partie von Markus Seifert im Rückraum. „Auch mit ihm haben wir zuletzt besonders viel gearbeitet.“

Unerfreulich endete das faire Derby für Dittershausens Julian Braun. Mit einer Platzwunde an der Lippe musste er zum Nähen ins Krankenhaus.

Mehr Spaß hatte da schon der wegen der Baunataler Personalnot aushelfende, reaktivierte Florian Kusiek. „Ich habe in den letzten eineinhalb Jahren eigentlich nur ein bisschen Fußball gespielt. Aber das macht hier wieder Riesenspaß“, sagte der 34-Jährige.

Baunatal: Henkel, Suter (n.e.) - Bachmann, Kusan 4/2, Richter 1, Wagenführ 5, Vogt, Mett, Kusiek 1, Seifert 5, Martin Reinbold 6, Guthardt (n.e.), Dittmar (n.e.), Ganasinski (n.e.)

Dittershausen: Herwig, Glöckler (n.e.) - Gerlach 2/1, Jentsch, Julian Braun 2, Stein, Kessler 5, F.-M. Poppenhäger 1, Mathias Siebert 4, Brede, Daniel Siebert 1, Zimmermann, Lucas Reinbold 1, Griesel

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