SG-Neuzugänge: Izabella Nagy soll Rückraum verstärken

Fühlt sich in Kirchhof schon recht wohl: SG-Neuzugang Izabella Nagy. Foto: Kasiewicz

Kirchhof. Christian Caillat, der neue Trainer der SG 09 Kirchhof, hätte sie sicherlich liebend gerne eingesetzt. Zumal es im Angriff seiner Mannschaft beim 4. Heinrich Horn-Gedächtnisturnier doch noch etwas hakte.

Und sie deshalb die Früchte ihrer durchaus überzeugenden Abwehrarbeit nur ansatzweise ernten konnte.

Doch Izabella Nagy, Neuzugang aus Ungarn, durfte aufgrund der fehlenden Spielgenehmigung noch nicht. Und hätte, leicht angeschlagen, wohl auch noch nicht zu 100 Prozent gekonnt. „Macht nichts“, tröstete der Franzose sich und seine neue Rückraumspielerin, „wichtig ist, dass sie zum ersten Spieltag voll da ist.“

Dann soll sie aus der zweiten Reihe des Zweitligisten für Druck und die nötigen einfachen Tore sorgen, für die die 21-Jährige dank ihrer Qualitäten prädestiniert ist: ein explosiver Schlagwurf und viele Wurfvarianten. Die kamen in der letzten Saison beim Zweitligisten Vasas Budapest, der knapp am Aufstieg ins ungarische Oberhaus vorbei schlitterte, zum Tragen, wo sie im Schnitt sechs Treffer warf. „Genauso regelmäßig will ich in Kirchhof treffen“, hat sie sich vorgenommen.

Zum Handball kam Izabella Nagy mit neun Jahren durch ihre Mutter, eine exzellente Erstliga-Torfrau. Allerdings: „Das war kein Job für mich. Ich werfe lieber Tore.“ Was die Rechtshänderin für insgesamt drei Budapester Teams tat, ehe sie sich mit ihrem Freund Gergo Puskar, einem Fußballer aus der ungarischen dritten Liga, der am kommenden Sonntag sein Debüt beim Kreioberligisten SG Beiseförth/Malsfeld feiern wird, nach Deutschland aufmachte. Aus „Neugier“ und um dort ihrer Handballkarriere einen Schub zu verleihen.

Seit einer Woche ist die Torjägerin im Training bei der SG, wo sie sich auf Anhieb wohl fühlte: „Es ist ein junges, ehrgeiziges Team. Alle sind hilfsbereit und gut drauf, was mir unheimlich hilft.“ Allerdings hat es die Ungarin mit ihrem Einsatz gleich mal etwas übertrieben und „am Anfang trotz meines Trainingsrückstandes zuviel gewollt“.

Die Folge: eine Schulterverletzung. Und die Erkenntnis, „dass ich wohl etwas geduldiger sein muss.“ Denn noch sind fünf Wochen Zeit, bis es ernst wird. Dann wird die 1,76 Meter große und sehr wendige Aufbauspielerin wirklich gebraucht, um die Defensivbemühungen ihrer Mannschaft zu veredeln.

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