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Im Erfolgsfall 20 Jahre 3. Liga: SV Germania Fritzlar setzt auf starke Deckung und Flexibilität

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Von: Sebastian Schmidt

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Vorfreude auf die 3. Liga: Die Neuzugänge des SV Germania Fritzlar (von links) Anne Kühlborn und Laura Stockschläder mit Trainer Lucky Cojocar.
Vorfreude auf die 3. Liga: Die Neuzugänge des SV Germania Fritzlar (von links) Anne Kühlborn und Laura Stockschläder mit Trainer Lucky Cojocar. © Pressebilder Hahn

Das Ziel ist klar definiert: Der SV Germania Fritzlar möchte zumindest Siebter werden in der 3. Handball-Liga West. Das würde den Domstädterinnen die 20. Saison in Folge als Drittligist einbringen.

Fritzlar – Denn 2004 war der Aufstieg in die drittklassige Regionalliga gelungen, die dann ab 2010 auch 3. Liga hieß. Lediglich 20 Spiele gegen zehn Konkurrenten – für SVG-Coach Lucky Cojocar hat die Elfer-Staffel Pokalcharakter. „Wenn Du nicht aufpasst, bist Du ratzfatz unten.“ Seine Konsequenz: „Jede muss ein bisschen mehr aus sich rausholen“, sagt der A-Lizenz-Inhaber, der bereits seit Januar 2018 in Fritzlar tätig ist. Und dessen Dienste als Entwicklungshelfer mehr denn je gefragt sind.

Denn einziger externer Neuzugang ist Anne Kühlborn, die als Oberliga-Torschützenkönigin vom TSV Eintracht Böddiger kam. Die Rückraumspielerin soll vor allem für Treffer aus der zweiten Reihe sorgen. Als zweite Neue ist Laura Stockschläder, die Schwester von Nationalspielerin Johanna (Thüringer HC), aus der zweiten Mannschaft aufgerückt. Und kann sich ein Beispiel an Chantal Reimbold nehmen, die diesen Weg vor einem Jahr ging – und nun in den Testspielen als beste Torschützin glänzte.

Auf Torfrauen ist Verlass

„Körpersprache, Einstellung, Fleiß. Das passt“, lobt Cojocar sein Team, das im Trainingslager in Osnabrück unter anderem bei zwei Testspielsiegen über die Drittligisten Lit Tribe (28:27) und Ibbenbüren (24:21) noch enger zusammen gerückt ist. Und das weiterhin muss, weil zum einen für Dauerbrennerin Hannah Puntschuh (Karriereende) kein Ersatz gefunden wurde. Zudem fällt Rückraumhoffnung Paulina Kauffeld (Bandscheibenvorfall) aus.

Somit müssen es neun Feldspielerinnen wuppen, hinter denen auf Kapitänin Lea Gürbig und Paula Küllmer im Tor Verlass ist. „Die Abwehrarbeit muss unsere Stärke bleiben“, erklärt Cojocar, der neben dem 6:0-System um „Chefin“ Maria Kiwa und dem erprobten 5:1 auch die 3:3-Variante einstudieren lässt. Und im Angriff auf die Ideen von Senkrechtstarterin Melina Hahn sowie Luisa Krüger baut, die jedoch auch wieder am Kreis gefragt ist. (Sebastian Schmidt)

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