INTERVIEW mit den Drittliga-Handballern Marvin Gabriel und Christoph Koch

„Ein bisschen Wehmut ist dabei“

Christoph Koch und Marvin Gabriel mit einem Handball
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Christoph Koch, Kapitän der ESG Gensungen/Felsberg, (links) und Baunatals Kapitän Marvin Gabriel starten mit ihren Teams in die Handballsaison.

Zwar hatten schon die Frauen-Bundesligisten und ein paar unterklassige Klubs die ersten Einsätze, in den nächsten Tagen geht es aber im Handball richtig los.

Wir haben vor dem Auftakt mit den beiden Drittliga-Kapitänen Marvin Gabriel vom GSV Eintracht Baunatal und Christoph Koch von der ESG Gensungen/Felsberg gesprochen.

Nach sieben Monaten Pflichtspielpause geht es nun wieder los. Kribbelt es schon in den Händen?

Christoph Koch: Ich freue mich vor allem darüber, dass die Vorbereitung rum ist. So langsam haben wir genug trainiert und freuen uns, dass die Saison endlich losgeht.

Marvin Gabriel: Ja, das stimmt. Die Vorbereitung macht immer nur bedingt Spaß. Sie fühlt sich jetzt auch so an wie in den vergangenen Jahren. Es war viel komischer, als wir wieder angefangen haben. Aber na klar, ich spiele immer lieber als zu trainieren.

Doch können Sie überhaupt unbeschwert der kommenden Saison entgegenblicken?

Koch: Ein bisschen Wehmut ist schon dabei. Wenn du wie wir aufgestiegen bist, freust du dich darauf, gegen große Gegner in vollen Hallen zu spielen. Wenn man jetzt weiß, dass nur bedingt Zuschauer da sein dürfen, gerade auch bei Heimspielen, dann ist das für uns Sportler schon ein starker Einschnitt. Das trübt die Vorfreude.

Gabriel: Da müssen wir uns auf jeden Fall erst mal dran gewöhnen. Gerade für Euch ist es echt bitter. Ihr habt eine schöne kleine Halle, die sonst wohl sehr voll sein würde. Ansonsten sind in der 3. Liga auch viele zweite Mannschaften. In diesen Partien ist sowieso nicht mit so vielen Zuschauern zu rechnen. Aber auch die Highlightspiele wird es nicht mit vollen Hallen geben. Das ist schon schade.

Was waren in der Vorbereitung die größten Herausforderungen?

Koch: Die größte Herausforderung war es, in der langen Pause die Motivation hochzuhalten. Es gab ja kritische Phasen, in denen nicht klar war, wann und ob die Saison startet. Du trainierst, trainierst, trainierst und hast kein wirkliches Ziel vor Augen. Das war schwer.

Wie wichtig ist es für den Handball in Nordhessen, dass es nun in der 3. Liga wieder zwei sportliche Nachbarn gibt?

Gabriel: Das ist natürlich sehr gut. Als wir in der 3. Liga angefangen haben, gab es in Nordhessen vier Mannschaften. Das war schon besser und hat mehr Spaß gemacht. Aber ob das jetzt nachhaltig sein wird, hängt auch davon ab, wie die Jugendarbeit bei den Vereinen abläuft.

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„Ein bisschen Wehmut ist dabei“ © hna.de
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Aber es ist schon gut für Talente, die nicht sofort den Sprung in die Bundesliga schaffen, mit den Drittligisten ein Sprungbrett zu haben?

Gabriel: Ich glaube, für die heimischen Talente ist das gut – so wie für Jona Gruber in Gensungen. Sie bleiben dadurch in der Region. Aber ob Spieler, die in der Melsunger Jugend spielen und von weiter wegkommen, deswegen in der Region bleiben, das wage ich mal zu bezweifeln.

Das Derby findet schon früh in der Saison statt. Wie sehr fiebern Sie diesem Duell entgegen?

Gabriel: Das ist im Hinterkopf. Ich weiß, dass es am vierten Spieltag stattfindet und kenne sonst nicht viele andere Ansetzungen. Es ist zwar eine Floskel, aber ich schaue vielmehr auf den ersten Spieltag. Wir sind häufig sehr schlecht in die Saison gestartet. Und dann läuft man in der ersten Halbserie dem hinterher. Das ist nicht so angenehm.

Koch: Für mich steht jetzt auch mal der Start im Vordergrund. Und dann freue ich mich natürlich darauf, gegen Baunatal und die alten Kumpels zu spielen – wir haben ja lange darauf hingearbeitet. Aber ich habe auch hier im Hinterkopf, dass wir nicht vor einer vollen Halle spielen werden. Darunter leidet der Derbycharakter etwas.

Im Derby seht Ihr beiden euch auch wieder. Ihr habt früher zusammengespielt. Wie gut ist der Kontakt noch?

Koch: Wenn man in verschiedenen Vereinen spielt, bleibt wenig Zeit, solche Freundschaften zu pflegen. Aber wenn wir uns nach langer Zeit wiedersehen, ist es so, als hätten wir gestern das letzte Mal miteinander gesprochen.

Gabriel: Das verliert sich automatisch aus den Augen. Wenn man viermal die Woche ins Training geht und ein Privatleben hat, fällt das hinten runter. So geht es mir allerdings auch mit vielen anderen Ex-Teamkollegen. Aber das ist ja nicht böse gemeint. Wenn wir uns sehen, dann wissen wir das zu schätzen.

Von Manuel Kopp Und Björn Mahr

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