Handball-Bezirksoberligist

Jan-Uwe Berz wird Spielertrainer bei der HSG Werra WHO

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Trainerwechsel bei der WHO: Für Jörg Fischer übernimmt Linkshänder Jan-Uwe Berz in der kommenden Saison als Spielertrainer. Das Foto zeigt ihn im Zweikampf mit Alexander Schott vom TVH. 

Bei den Bezirksoberliga-Handballern der HSG Werra WHO wird es einen Trainerwechsel geben.

Jan-Uwe Berz übernimmt zur neuen Saison als Spielertrainer und löst Jörg Fischer ab.

Heringen – Die einzige Konstante dieser Tage ist die Inkonstante. Verlässliche Aussagen sind nahezu unmöglich, lediglich vage Perspektiven gibt es.

Das gilt natürlich auch für den ambitionierten Handball-Bezirksoberligisten HSG Werra WHO. Dort haben Bodo Ruch vom Sportvorstand und Spieler Jan-Uwe Berz Bilanz gezogen. „Natürlich haben wir uns den Verlauf der letzten, abgebrochenen Saison mit Platz vier im Endklassement anders vorgestellt“, macht Ruch aus seiner Enttäuschung keinen Hehl.

Man habe nach dem Landesliga-Abstieg sehr wohl ein Wort im Aufstiegsrennen mitreden wollen, und der Beginn mit fünf Erfolgen am Stück gab dem Recht. Doch die überraschende 27:30-Pleite in Alsfeld und die unglückliche 26:27-Niederlage eine Woche später gegen Gensungen sorgten für einen Knacks. Davon und dem folgenden Verletzungspech erholte sich die Mannschaft zwar wieder etwas, aber durch die Konstanz der Mitbewerber Gensungen und Ost-/Mosheim sowie vor allem der des souveränen Aufsteigers Wollrode, war der Zug in Richtung Aufstieg schon früh abgefahren.

„Wir waren einfach personell zu dünn aufgestellt, um längerfristige Ausfälle kompensieren zu können. Sebastian Wolf fiel mit Kreuzbandriss die komplette Saison aus, Florian Strümpf riss sich die Achillessehne, und auch Frantisek Chyba fehlte bis zuletzt viele Wochen. Zudem hatten sich die Rückraumakteure Jelusic und Raljic in ihre Heimat verabschiedet.“

Auch für die kommende Saison gestalten sich die Planungen schwierig. „Ja, es stimmt, ich werde wohl Jörg Fischer, der aus gesundheits- und beruflichen Gründen das Traineramt abgibt, als zukünftiger Spielertrainer ablösen“, verrät Jan-Uwe Berz. Er könne sich dabei auf die Akzeptanz der Mannschaft verlassen, „und ich suche noch einen Co-Trainer, der mich auf der Bank unterstützt.“ Das könnte möglicherweise Peter Fäcke, Jan-Uwes Onkel, sein.

Mit Torwart Simon Ötzel und Sebastian Schramm werden zwei weitere, wichtige Akteure nicht mehr dabei sein. Während Ötzel die weiten Fahrstrecken zwischen seinem Wohnort Fulda, dem Arbeitsplatz in Bad Neustadt an der Saale und Heringen zu viel werden, ist Schramm durch seinen Dienst bei der Bundespolizei, wenn überhaupt, nur noch sporadisch für die WHO eine Perspektive. Er teilt damit das Schicksal von Alex Nitsche, der ebenfalls durch die Einsätze bei der Polizei sein Engagement bei den Kali-Städtern beenden musste.

Somit ist klar, dass auf den verwaisten Positionen dringend Ersatz gefunden werden muss. Und zwar Ersatz, der dem Team auch sofort weiterhelfen soll. „Natürlich sind wir in Gesprächen, teilweise in sehr guten, aber vermelden können wir nur, dass mit Marc von Manger vom TV Hersfeld II ein gestandener Rückraumspieler zu uns wechselt. Und dass wir für „Schrammi“ einen starken Ersatz am Kreis suchen, ist ebenso kein Geheimnis, wie dass wir auf der Torhüterposition etwas machen müssen“, sagen Ruch und Berz.

Und wenn es eine Gemeinsamkeit mit den anderen Vereinen gibt, dann die: Keiner weiß genau, was wird. Ebenso verhält es sich mit den extrem eingeengten Trainings- oder besser Fitnessplänen. Zuhause Stabilisierungsübungen, Liegestütze, Kniebeugen sowie Waldläufe - das ist alles. Selbst Videoanalyse fällt durch die Personenbeschränkung flach. „Wie man so eine geordnete Saisonvorbereitung machen soll, ist sicher nicht nur mir unklar und zudem extrem unbefriedigend“, hadert Berz.

VON MICHAEL W.RIMKUS

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