3. Liga: Spielmacher Tim Gerstmann fällt vorerst aus

Northeimer HC tritt Samstag beim MTV Braunschweig an

Seinen Gegenspielern entwischt ist hier Northeims Paul-Marten Seekamp in der Partie gegen Magdeburg II. Am Samstagabend geht es für ihn und den NHC in Braunschweig rund.
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Seinen Gegenspielern entwischt ist hier Northeims Paul-Marten Seekamp in der Partie gegen Magdeburg II. Am Samstagabend geht es für ihn und den NHC in Braunschweig rund.

Auch beim dritten Auswärtsspiel der Saison hofft Handball-Drittligist Northeimer HC am Samstag in der Löwenstadt Braunschweig auf viele heimische Fans.

Northeim - Wenn um 19.30 Uhr in der Heimhalle des punktgleichen MTV Braunschweig an der Alten Waage der Anpfiff ertönt, wird ein Spieler vermisst werden: Mittelfeldregisseur Tim Gerstmann kann sein Team nur von der Bank aus anfeuern.

Er wartet nach der unglücklichen Verletzung bei der jüngsten Niederlage gegen Magdeburg II noch auf die Diagnose seines lädierten Knies, doch die Pause wird wohl etwas länger werden. Das trifft Trainer Carsten Barnkothe doppelt schwer, denn die Gastgeber spielen gern die vom NHC ungeliebte 5:1-Deckung. Da wäre Gerstmann mit seinen oft unorthodoxen Zuspielen an Kreisläufer Paul Hoppe gut zu gebrauchen gewesen.

Für Barnkothes Geschmack muss von den Halbpositionen mehr kommen. „Da waren wir nicht flexibel genug, um gegen eine offensive Deckung gefährlich zu sein“, mahnt er Verbesserungen an. „Gegen Braunschweig hilft nur Geschwindigkeit. Jeder Tempogegenstoß muss sitzen“, fordert der Coach, dem der Ärger über die vergebenen Punkte gegen Magdeburg noch anzumerken ist. Auch die Deckung steht unter Druck: „Wir müssen unter 30 Toren bleiben, wenn wir etwas mitnehmen wollen.“ Der Schlüssel für den Auswärtssieg liegt in der Abwehr. Zuletzt fehlte ihr der letzte Biss, wenn der Gegner im Neun-Meter-Raum agierte. Dazu kamen Lücken, die Magdeburg mit Stemmwürfen durch die Arme der Abwehr immer wieder nutzte. Da kann dann auch ein ausgezeichneter Torwart wie Glenn-Louis Eggert nicht mehr helfen.

Das Northeimer Trainergespann begutachtete den MTV mehrfach per Videostudium. Das Fazit: starker Rückraum, sehr gut eingespieltes Team und eine gute 5:1-Deckung. Der Tabellensiebte begann mit einem Sieg gegen Bernburg und hielt zu Hause gegen Vinnhorst lange mit (22:27). In Magdeburg war für den MTV nichts zu holen (22:28), dafür fegten die Braunschweiger den Leipziger Nachwuchs zuletzt mit 36:27 von der Platte.

Wieder mit von der Partie beim NHC ist Milan Stancic. Der Neuzugang, der zuletzt seine Qualitäten auf Halbrechts zu selten aufblitzen ließ, konnte dem Spiel bisher noch nicht wie erhofft seinen Stempel aufdrücken.  (Axel Janßen)

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