Deutsche Meisterschaft

B-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen gegen Magdeburg hart gefordert

Entschlossen: Thorge Lutze (Mitte), Spielmacher der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen, der es hier gleich mit zwei Hüttenberger Gegenspielern aufnimmt.
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Entschlossen: Thorge Lutze (Mitte), Spielmacher der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen, der es hier gleich mit zwei Hüttenberger Gegenspielern aufnimmt.

Keine Frage, seit Wochen stehen sie in den Startlöchern. Doch nun können Georgi Sviridenko und seine Jungs, die B-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen, auch endlich loslegen. Und mit zwei Siegen am Wochenende ins Final-Four um die Deutsche Meisterschaft einziehen.

Melsungen - Personell kann der mJSG-Trainer aus dem Vollen schöpfen. Zum 19er Kader gehören neun Spieler des Jahrgangs 2004, sieben des Jahrgangs 2005 und drei des Jahrgangs 2006.

Die Neuzugänge

Darunter auch zwei Neuzugänge. „Ich freue mich riesig auf die Meisterschaften“, sagt Tom Wolf, der sich mittlerweile „gut integriert“ fühlt. Seit Oktober 2020 lebt der 15-Jährige in Melsungen (in der Handballwohngemeinschaft der MT Melsungen), besucht dort die Gesamtschule und trainiert bis zu zehn Mal pro Woche auch in Pandemiezeiten als C-Jugendlicher bei der A- und B-Jugend.

„Entdeckt“ wurde der 1,94 m große Schlaks am 9. Februar 2020, als er mit der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen bei der mJSG mit 15:31 verlor, dabei aber fast die Hälfte der Gäste-Tore erzielte. Mittlerweile zählt der Teenager aus Homberg/Ohm in seinem neuen Verein bereits zu den Hoffnungsträgern. „Tom kann uns mit seiner Torgefährlichkeit aus dem Rückraum sicherlich weiter helfen“, meint sein Förderer Sviridenko.

Der kann darüber hinaus auf den erfahreneren Manuel Hörr (Jahrgang 2004) aus Erbach zurück greifen. Ein gelernter Mittelmann, der auch im rechten Rückraum zuhause und dank seiner hervorragenden Athletik eine Alternative für den Mittelblock ist.

Die Trainer

2015 wechselte Georgi Sviridenko von der U 23 des VfL Gummersbach zur MT und übernahm dort die zweite Mannschaft. Teil des Vertrages war auch sein Engagement in der Jugendabteilung, wovon der ehemalige Olympiasieger zunächst keineswegs begeistert war, sich aber als gestandener Männertrainer (u.a. bei SKA Minsk, Füchse Berlin und der HSG Düsseldorf) schnell auf die neuen Herausforderungen einstellte.

Der beste Beweis: 2019 gewann der 58-Jährige mit der B-Jugend der mJSG die Deutsche Meisterschaft. Genau dieser goldene Jahrgang 2002 dient seinen Schützlingen nun als Vorbild. „Ich habe immer mehr Spaß an dieser Aufgabe gefunden, denn bei den Jungs kann man in kurzer Zeit wesentlich Fortschritte erkennen“, sagt der geborene Minsker. Der mit dem ehemaligen Rückraumstrategen Max Pregler als Co-Trainer laut Jugendleiter Axel Renner „die optimale Ergänzung“ an seiner Seite hat.

Die Aufstellung

Jede Position ist mindestens doppelt (gut) besetzt. Ausnahme: Im rechten Rückraum fehlt der mJSG ein gelernter Linkshänder. Dort könnten neben Mittelmann Hörr Kreisläufer Felix Kindl oder auch der vielseitige Jost Liebergesell aushelfen. Als einziger Linkshänder steht Rechtsaußen Ben Backhaus zur Verfügung, der dann am rechten Flügel von Florian Potzkai oder Leon Stehl ersetzt wird.

Als Regisseur bietet sich neben Hörr Thorge Lutze an, im linken Rückraum neben Wolf Luca Pickenhahn. Am Kreis stehen Marcell Markos und Lukas Schröder zur Verfügung. Im Tor hat der mJSG-Coach die Qual der Wahl zwischen Lennart Claus und Carl Beck, die Coach Sviridenko „etwas gleichstark“ einschätzt. Er setzt auf eine 6:0-Abwehr mit Optionen, zu der auch ein vorgezogener Abwehrspieler gehört (5:1).

Die Gegner

Am Freitag um 15 Uhr trifft die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen auf den SC Magdeburg (Stadtsporthalle Melsungen, live auf Sportdeutschland.tv), der sich in der Qualifikation erst nach zweimaliger Verlängerung gegen den TSV Allach durchsetzen konnte. Was aber laut Georgi Sviridenko auch am „wilden Handball“ der Münchner lag, auf den sich der Favorit nicht einzustellen wusste.

Genau deshalb warnt er vor einem „sehr kompakten Gegner, der uns einiges abverlangen wird.“ Im Falle eines Erfolgs muss die Mannschaft bereits am Sonntag beim Sieger aus Nieder-Olm/Göppingen antreten und könnte dort schon den Einzug in die Runde der letzten vier, die am 12./13. Juni ausgespielt wird, klar machen.

Die Favoriten

Angesichts der fast einjährigen Spielpause hält sich der mJSG-Trainer mit Prognosen zurück. Einen Überflieger wie bei der A-Jugend (Füchse Berlin) gibt es nicht, dafür aber die üblichen Verdächtigen aus Leipzig, Berlin, Flensburg/Handewitt, Burgdorf, Dormagen und Magdeburg, mit denen Melsungen/Körle/Guxhagen ja schon in der Vorrunde (Fr.) das Vergnügen hat.

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