In der Zwangspause

Jugend-Qualifikation der Handballer beginnen nicht vor 1. Juli

Normal kämpfen Jugendhandballer derzeit um die Qualifikation zu Ober- und Landesligen. Weil es „normal“ aber während der Corona-Pandemie nicht gibt, müssen sie abwarten. Wir haben nachgefragt, wie es weitergehen soll.

Der Verband

Nur eines ist für Kai Gerhardt sicher. „Gespielt wird frühestens ab dem 1. Juli. Wir sind dabei auch davon abhängig, welche Regelungen der Deutsche Handball-Bund (DHB) für die aktuelle Saison der Jugendbundesliga und die Spiele um die Deutsche Meisterschaft trifft“, sagt der Vizepräsident Jugend im Hessischen Handballverband.

Eintracht Baunatal

Die Eintracht wäre bereit. Vier Mannschaften, die in die Qualifikation starten sollten, sind komplett. „Aber ich glaube kaum, dass es noch zu den normalen Qualirunden kommt. Wenn überhaupt, dann nur im Bezirk“, sagt Ulrike Hellmuth. Für die Jugendleiterin bliebe, weil ja auch in den Ferien kaum gespielt werden könnte, vermutlich nur der September. „Und in so kurzer Zeit können nicht alle Runden über die Bühne gehen.“ Einen Lösungsansatz sieht Hellmuth in Niedersachsen. Kann die Qualifikation hier nicht ausgetragen werden, könnten Gemeldete wie dort zunächst eine Vorrunde in Ober- und Landesliga spielen. Und danach die jeweiligen Teams aus der oberen Tabellenhälfte die Oberliga bilden, jene aus der unteren die Landesliga. Auch Probleme finanzieller Art drohen der Eintracht laut Hellmuth aus der Coronazeit: „Wir können nicht wie sonst Ende Juni unser Stadtpark-Pokalturnier austragen. Damit fehlen uns viele Einnahmen.“

Dittershausen/W./W.

Gleich sechs Mannschaften hat die JSG Dittershausen/Waldau/Wollrode gemeldet. „Die mehr oder weniger gute Chancen hätten“, sagt Jugendwart Markus Kreile. Die Teams zusammenzustellen sei trotz der ungewissen Situation keine Herkulesaufgabe gewesen. Allerdings sei es momentan schwer, bei Bedarf „noch jemanden loszueisen“. Wie es weitergehen könnte, weiß Kreile nicht: „Ich mache mir darum keine Gedanken. Aber wann sollte gespielt werden?“ In den Sommerferien sei dies nicht machbar, und danach tue sich ein weiteres Problem auf: „Wir haben Mannschaften aus Bayern am Start. Dort gehen die Ferien viel länger als bei uns. Somit müssten wir die Qualifikation kurz vor den Herbstferien spielen. Das ginge höchstens für die A-Jugend, aber nicht auch für B- und C-Jugend.“

Fuldatal/Wolfsanger

Die männliche A-Jugend der HSG Fuldatal/Wolfsanger spielt in fast gleicher Besetzung schon lang zusammen. „Das Problem, Leute finden zu müssen, haben wir nicht. Einen bestimmten Spieler würden wir jedoch gern noch holen. Aber für ihn ist es momentan schwierig, sich für uns zu entscheiden. Er kann ja nicht mittrainieren und sich ausprobieren“, sagt Trainer Fynn Welch. Wechselfristen müssten daher ausgesetzt werden. Die HSG peilt die Oberliga an und sähe sich dort gut aufgehoben. Würden die Qualifikationsrunden doch noch gespielt, käme es laut Welch zu Wettbewerbsverzerrung. „Die Trainingsmöglichkeiten wären ungleich. Bei manchen Klubs sind die Hallen in den Ferien zu, bei anderen offen.“ Käme es nicht zu den Spielen, schlägt Welch eine Quotientenregelung aus den letzten Jahren vor. „Dabei wären wir Nummer zehn in Hessen“, sagt er. Und in der Oberliga dabei.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.