B-Jugend-Meisterschaft: 

Paul Kompenhans glänzt in Doppelrolle vom Kreis und aus dem Rückraum

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Nicht zu halten: Paul Kompenhans (l.) hat sich gegen Leipzigs Luca Hopfmann (r.) durchgesetzt und zieht erfolgreich ab.

Melsungen - Beim 27:26-Erfolg der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen gegen den SC Leipzig im ersten Finale um die Deutsche B-Jugend-Meisterschaft beweist Rückraumspieler Paul Kompenhans seine Vielseitigkeit.  

Dass Paul Kompenhans in 30 Minuten fünf Tore wirft, ist respektabel, aber nicht ungewöhnlich. Bemerkenswert dagegen, dass der Rückraumspieler der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen alle Treffer vom Kreis erzielte. „Zufällig war das nicht“, erklärt der 16-Jährige. Und: „Dass Jona Rietze oder ich vom Rückraum aus am Kreis aufgetaucht sind, war die einzig mögliche Antwort auf die außergewöhnlich offensiv agierende Abwehr der Leipziger.“

Es ist reine Spekulation, dass der 27:26-Erfolg der heimischen B-Jugend im ersten Finale um die Deutsche Meisterschaft ein bisschen höher ausgefallen wäre, wenn Paul Kompenhans die letzten zehn Minuten aufgrund einer Unterleibsverletzung nicht auf der Spielerbank hätte verbringen müssen. Fest steht jedoch, dass sein Zusammenspiel mit Kapitän Ole Pregler immer besser wurde. Und die Gäste am wenigsten durchblickten, wenn der 16-Jährige seine Doppelrolle explosiv aussspielte.

Unzufrieden war der Ihringshäuser allerdings mit dem, was er und seine Mitspieler in der Abwehr fabrizierten. „Wir hätten viel aggressiver und mutiger spielen müssen. Oft haben wir es verpasst, einen Schritt nach vorn zu machen, um den Schützen beim Wurf zu stören“, sagt Kompenhans. Im Hinblick auf das Rückspiel verspricht er allerdings: „Wir können es viel besser, und das werden wir in Leipzig auch zeigen.“

Weil der Gymnasiast nicht die Geschwister-Scholl-Schule in Melsungen besucht, sondern die Goethe-Schule in Kassel, trainiert er etwas weniger als die meisten Mitspieler. Während die Schüler der drei Melsunger Schulen an zwei Vormittagen pro Woche in den Genuss zusätzlicher Trainingseinheiten kommen, bleibt es für Kompenhans bei den fünf Trainingsabenden mit der mJSG.

Dass heißt nicht, dass der Aufbauspieler weniger fit ist als seine Mitspieler. „In meinem Elternhaus in Ihringshausen habe ich einen Kraftraum. Und manchmal steht auch Joggen auf meinem Programm“, sagt Paul Kompenhans, der vor seinem Wechsel zur mJSG von den Bambini bis zur C-Jugend alle Teams der HSG Fuldatal/Wolfsanger durchlief. Und sich nun anschickt, Deutscher B-Jugend-Meister zu werden. Mit Toren aus dem Rückraum und vom Kreis.

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