B-Jugend-Meisterschaft

Sviridenko-Team Favorit im Viertelfinal-Rückspiel gegen Gummersbach

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Als Stratege und Vollstrecker gefordert: mJSG-Regisseur Paul Kompenhans.

Die Handball-Festwochen der mJSG Melsungen/Körle Guxhagen steuern auf einen neuen Höhepunkt zu. Denn die B-Jugend hat am Sonntag im Viertelfinal-Rückspiel gegen den VfL Gummersbach (16 Uhr Stadtsporthalle Melsungen) gute Chancen, in die Runde der letzten Vier einzuziehen.

Geht sie doch mit einem 23:22-Hinspielsieg im Rücken in die Partie. Dabei stimmte das Ergebnis, nicht aber die Leistung. Denn bis auf Torwart Jannik Büde und Rückraumspieler Paul Kompenhans waren die meisten Schützlinge von Trainer Georgi Sviridenko weit von ihrer Bestform entfernt. Beide sind optimistisch, dass sich ihre Mitspieler nun erheblich steigern werden.

Jannik Büde dringt insbesondere auf eine kompaktere Abwehr: „Auf den Außenpositionen muss besser gedeckt werden. Vor allem Rechtsaußen Mathis Häseler darf nicht so oft frei zum Wurf kommen, wie das im Hinspiel der Fall war.“ Ebenso klare Vorstellungen hat Paul Kompenhans, was im Angriff besser werden muss. „Wir müssen uns besser auf die offensive Gummersbacher Deckung einstellen, dürfen den Ball nicht so oft verlieren und müssen die Positionsangriffe breiter anlegen,“ erklärt der Spielmacher.

Was beide nicht erwähnen, ärgert den Trainer immer noch. „Ich hatte in Gummersbach das Gefühl, dass meine Mannschaft den Gegner unterschätzt hat“, sagt Georgi Sviridenko. Und: „Aufgrund der Nachlässigkeiten und der unkonzentrierten Spielweise kam es zu vielen technischen Fehlern.“ Im Hinblick auf das Rückspiel fordert der erfahrene Coach, dass seine Mannschaft aus dem Rückraum mehr Druck auf den Gegner ausübt und dass sie in der Abwehr vor allem gegen den fünffachen Torschützen Häseler nicht so sorglos agiert.

Natürlich setzt VfL-Trainer Wilhelm wieder auf seinen Rechtsaußen, überzeugt davon, dass sich sein Kollege gegen seinen Leistungsträger „etwas einfallen lässt“. Mathis Häseler hat er nun schon seit vier Jahren unter seinen Fittichen, obwohl der 16-Jährige aus dem 75 km entfernten Dortmund kommt. Handball wird in der Familie Häseler so groß geschrieben, dass Mathis‘ Mutter viermal wöchentlich die 150 Kilometer lange Strecke (Dortmund - Gummersbach - Dortmund) auf sich nahm, um ihren Filius zum Training zu bringen. Mittlerweile lernt und trainiert der in der Jugendakademie des VfL.

Philipp Wilhelm ist es indes wichtig festzustellen, dass der Linkshänder nicht der einzige talentierte Handballer seiner B-Jugend ist. Nichtsdestotrotz hat der Gummersbacher Trainer die Favoritenrolle der mJSG zugedacht. Vielleicht mit dem Hintergedanken, den Gegner noch einmal in Sicherheit zu wiegen, womöglich aber auch in dem Bewusstsein, dass Handball-Ergebnisse nicht selten der Papierform entsprechen. Und die spricht in der Tat für die Gastgeber.

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