A-Jugend-Bundesliga: Melsungen/Körle/Guxhagen lässt Essen mit 29:25 abblitzen

„Die bislang beste Leistung“

Hinein ins Vergnügen: mjSG-Kapitän Julian Damm lässt hier Essens Moritz Freitag stehen und erzielt einen seiner sechs Treffer beim 29:25-Coup. Foto: Hahn

Melsungen. „Wir haben 60 Minuten gekämpft, nicht aufgegeben und uns das Ding geholt“, freute sich Julian Damm, der Kapitän der A-Jugend-Bundesliga-Handballer der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen, nach dem 29:25 (11:13)-Coup über den Tabellendritten TuSEM Essen. Auch sein Trainer Björn Brede war sichtlich stolz: „Das war die stärkste Leistung, die wir bisher gezeigt haben.“

Dabei war der siebte Saisonsieg der Bartenwetzer ein Erfolg des Kollektivs. Da war Kreisläufer Damm, der gerade in der zweiten Halbzeit kaum zu halten war, sechs Tore erzielte und mehrere Siebenmeter herausholte, die Rechtsaußen Jonas Goßmann eiskalt verwandelte. Hier zahlte sich die Variante mit dem siebten Feldspieler aus, die Essen in eine defensivere Abwehrformation drängte und Raum für die Kreisläufer Damm und Nikita Pliuto schuf.

Und da war Torhüter Glenn-Louis Eggert. „Er hat überragend gehalten. Ohne diese wichtigen Bälle hätten wir nicht gewonnen“, lobte Damm seinen Teamkollegen. Ganz besonders wichtig Eggerts Parade aus der 54. Minute. Da hielt der Melsunger einen Tempogegenstoß des starken Außen Moritz Horn. Statt den Ausgleich hinnehmen zu müssen sorgte Damm im Gegenzug für das 25:23.

In der Schlussphase legten Spielmacher Jona Gruber und Linkshänder Tomas Piroch, die ihre Zurückhaltung im Rückraum ab und trafen. Alles gegeben hatte auch Mikulas Cejka. Der erkämpfte sich mit letzter Kraft einen schon verloren geglaubten Ball und traf zum entscheidenden 27:24 (58.) – um danach wegen einem Krampf für Maxim Pliuto Platz zu machen, der noch auf 28:24 erhöhte (59.)

Die Grundlage des Erfolges legten die Bartenwetzer in der Abwehr, wo die 6:0-Formation den TuSEM-Rückraum um Torjäger Luca Witzke im Griff hatte. Zu einer deutlicheren Führung als dem 10:8 (23.) reichte diese Leistung in der ersten Halbzeit noch nicht, weil Gäste-Torhüter Julian Borchert allein bis zur Pause 18 Bälle parierte. Nach Wiederanpfiff stellte die mJSG diese Schwäche ab – und hatten das bessere Ende für sich. • Melsungen: Eggert (1.-60., 17 Paraden/25 Gegentore), Wenderoth - Piroch 3, Goßmann 8/5, Gruber 4, Schuhmann, Kompenhans, Damm 6, Pregler 1, Koch, Bieber, N. Pliuto 3, Cejka 3, M. Pliuto 1. Essen: Borchert (1.-60., 23/28), Bornkamm (bei einem 7m, 0/1) - Buettner, Witzke 8/2, Allzeit, Daamen 2, Freitag 1, H. Ingenpass 1, Grande 1, Sprick, Rolf 5, Horn 4, N. Ingenpass 3. SR: Levermann/Rietenberg (Bielefeld/Hannover). Z: 110. Siebenmeter: 5/5:2/3. Zeitstrafen: 2:10 Minuten.

Von Marcel Glaser

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