Brede-Team enttäuscht

A-Jugend-Bundesliga: mJSG in Nettelstedt taktisch undiszipliniert

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Mit Licht und Schatten: mJSG-Kreisläufer Julian Damm.

Nettelstedt. Die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen kehrte mit einer ernüchternden 20:29 (7:16)-Pleite im Gepäck vom Gastspiel bei der JSG NSM-Nettelstedt zurück.

„Ich bin von meiner Mannschaft hochgradig enttäuscht“, sagte der konsternierte Björn Brede, Trainer der heimischen Bundesliga-A-Jugend. Ohne Jona Gruber, Luca Schuhmann und Max Bieber (alle Klassenfahrt) waren Abstimmungsprobleme im Rückraum nicht zu übersehen. Erst recht, weil die Abwehr der Gastgeber von Beginn an kompromisslos in die Kombinationen und Kreuzungen der Nordhessen hineinging und sich so Ball um Ball für ihre eigenen Gegenstöße holte. Dieses Engagement fehlte der mJSG, sodass insbesondere Linkshänder Marvin Mundus immer wieder fast unbedrängt zum Abschluss kam.

Als Trainer Brede nach nur neun Minuten die erste Auszeit nahm, lag seine Mannschaft schon 1:7 hinten, hatte einen Siebenmeter vergeben und sich einen technischen Fehler nach dem anderen geleistet. Es wurde nach seiner recht lauten Ansprache zwar besser, aber längst nicht gut. Die Gastgeber drückten weiter aufs Tempo und nutzten jeden Fauxpas zum Torerfolg.

Erst als Björn Wenderoth beim 4:12 (20.) den glücklosen Glenn Eggert im Tor ablöste und sich Maxim Pliuto intensiv um Mundus kümmerte, kam mehr Leben in die Deckung. Tomas Piroch verkürzte zum 7:13 (22.), ehe Torhüter Mats Grzesinski seinen Kasten fortan zunagelte.

Nach dem Seitenwechsel drehte auch sein Kollege Björn Wenderoth auf. Beide Torleute überboten sich gegenseitig mit teils sensationellen Paraden. Immer wieder schien es, als ginge doch noch was für die Gäste. So nach Goßmanns Tor zum 11:18 (43.). Doch kaum klappten einmal zwei, drei Spielzüge, kamen prompt die nächsten Fehler und die Ostwestfalen zogen zwischenzeitlich auf zehn Tore weg „Meine Spieler waren einfach nicht in der Lage, unsere taktischen Vorgaben umzusetzen“, schimpfte Brede.

Immerhin konnten Julian Damm, bei dem sich Licht (Angriff) und Schatten (Abwehr) die Waage hielten, mit fünf Toren in Folge sowie Kevin Gockell und Tomas Piroch noch mal auf 18:25 verkürzen (55.), ehe die Gäste erneut in ihre alten Fehler verfielen: vorn zu einfallslos und mitunter eigensinnig, hinten ohne den nötigen Zugriff. • mJSG: Eggert (0 Paraden / 12 Gegentore), Wenderoth (12/ 17); Piroch 4, Küllmer 1, Fuchs, Goßmann 3/1, Gockell 3, Damm 7/1, Pregler 1, Koch, N. Pliuto, Cejka 1, M. Pliuto. SR: Brandt/Thies (Vlotho). Zeitstrafen: 8:6-Minuten. Siebenmeter: 3/2:3/3.(ko)

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