A-Jugend der mJSG muss neun Abgänge verkraften – Beide Trainer hören auf

Die Bundesliga kommt an

Muss jetzt mehr Verantwortung übernehmen: Florian Weiß (Mitte) spielt Ende Mai die Qualifkation zur Bundesliga. Foto: Hahn

Melsungen. Knapp verpasste die A-Jugendmannschaft der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen den sechsten Platz in der Handball-Bundesliga West. Der hätte gereicht, um sich den jetzt anstehenden Qualifkations-Marathon zu ersparen. Trotzdem: Die Bundesliga wurde von den Zuschauern angenommen und einige Talente machten mit Nachdruck auf sich aufmerksam. Unsere Fragen und Antworten zum Bundesliga-Nachwuchs.

? Wie hat sich die A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen geschlagen?

!Durchwachsen. Die Stadtsporthalle war ein wichtiger Faktor. Auf fremdem Boden tat sich der MT-Nachwuchs dagegen unerwartet schwer und verspielte damit eine bessere Platzierung.

? Wie ist der siebte Platz zu bewerten?

!Hoffnungen auf Platz sechs, und der damit einher gehenden Direktqualifikation für die kommende Saison, erfüllten sich nicht. Mit Flensburg/Handewitt, Eisenach und Göppingen scheiterten allerdings auch andere namhafte Vereine an diesem Ziel. Der Westen galt zudem als schwierigste Staffel. Denn dort spielten die meisten Nachwuchsteams der Erst- und Zweitligisten.

? Wie kann sich die mJSG erneut qualifizieren?

!In Gelnhausen findet am letzten Mai-Wochenende die Qualifikationsrunde für die kommende Saison statt. Gegen Gastgeber TV Gelnhausen, HSG Wettenberg, HSG Hochheim/Wicker und DJK SF Budenheim muss die mJSG im Fünferturnier mindestens Dritter werden, um erneut in Deutschlands höchster Spielklasse an den Start gehen zu dürfen. Als Vierter bestünde eine weitere Quali-Möglichkeit auf Bundesebene.

? Wie wurde die erste Saison in der A-Jugend-Bundesliga von den Zuschauern aufgenommen?

!Überraschend gut. Mit durchschnittlich mehr als 200 Zuschauern bewegt sich die mJSG da in der Spitzengruppe. Herausragend war der Besucheransturm gegen den Nachwuchs des TBV Lemgo, als 350 Fans die Halle zum Hexenkessel machten. Zum Vergleich: der Ligaschnitt lag bei deutlich unter 150 Besuchern pro Begegnung.

? Welche Spieler haben sich in den Vordergrund gespielt?

!Ganz klar: Johannes Golla ist die Entdeckung der Saison. Der 18 Jahre alte Kreisläufer, der auch auf Halblinks spielen kann, wurde zum Junioren-Nationalspieler und bekam einen Profivertrag. Zu nennen sind auch die Jahrgangs-Jüngeren Dimitri Ignatow, als zweiter Nationalspieler der mJSG, und Spielmacher Florian Weiss, der wie Golla zum Oberliga-Kader von Georgi Sviridenko gehört.

? Wie sieht die kommende A-Jugend aus und wie stark ist sie einzuschätzen?

!Schwer zu sagen. Neun Spieler verlassen altersbedingt die Mannschaft. Das neue Team wird sich bilden um Florian Weiß, Dimitri Ignatow, Marian Mügge, Fin Backs, Magnus Rulff, Fabian Rudolph und Niklas Fischer. Von Eintracht Baunatal kommt mit Julian Damm ein B-Jugendlicher, der sich als Auswahlspieler für höhere Aufgaben empfiehlt. Für den Rückraum soll es noch weitere Verpflichtungen geben.

? Ist die Trainerfrage für nächste Saison geklärt?

! Ja. Für Sead Kurtagic und Philip Julius, die beide aus vorwiegend zeitlichen Gründen nicht weitermachen können, rücken die aktuellen B-Jugend-Trainer Björn Brede und Sascha Henkel auf. Sie werden beim Qualifikationsturnier in Gelnhausen Ende Mai schon die Geschicke der künftigen A-Jugend lenken. Julius übernimmt nach Informationen unserer Zeitung bei der mJSG die B-Jugend.

Von Michael Koch

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