Deutsche Meisterschaft

Endspiel rückt nach 27:25-Sieg näher für die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen

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Spektakuläre und nervöse Momente: Ole Pregler, der als Abwehrchef die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen zum Sieg in Magdeburg führte.

Mit 27:25 (15:14) setzte sich die B-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen im das Halbfinal-Hinspiel beim SC Magdeburg durch und hat sich damit vor dem Rückspiel (Sa. 16 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen) in eine erfolgversprechende Ausgangsposition gebracht. 

Torwart Jannik Büde (17 Paraden) und Kapitän Ole Pregler, der diverse Schwächen in der Offensive mit einem tadellosen Auftritt als Abwehrchef kompensierte, waren die auffälligsten Gäste-Akteure.

Als sieben Minuten gespielt waren, wurde die gute Laune der rund 50 Fans aus Nordhessen allerdings kurzfristig getrübt, denn die Mannschaft von Trainer Georgi Sviridenko lag 1:5 zurück und war zudem aufgrund der frühzeitigen Verletzung von Linksaußen Ben Beekmann geschwächt. Aber eine Auszeit war der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung. „Ich musste die Spieler nach dem hektischen Beginn beruhigen“, sagte Sviridenko, der auch noch schnell die taktischen Änderungen nach Beekmanns Ausfall erklärte.

Fortan wechselte Kreisläufer Lasse Hellemann auf den linken Flügel und unterstützte je nach Bedarf den für Beekmann eingesetzten Jona Rietze am Kreis. Die Umstellung wirkte schnell und nachhaltig. Neun Minuten nach der Auszeit war aus dem 1:5 ein 8:8 geworden, ehe die mJSG über 10:9 (erste Führung nach 20 Minuten), 15:14 (Halbzeitstand), 18:15 (erste Drei-Tore-Führung nach 33 Minuten) und 26:22 (einziger Vier-Tore-Vorsprung nach 48 Minuten) den 27:25-Sieg ins Ziel brachte.

Dabei gab es bei den eigenen Angriffen einige spektakuläre Aktionen, von denen Preglers Kempa-Treffer nach einem Zuspiel von Benjamin Fitozovic und Hellemanns Rückhand-Tor vom längst wieder euphorischen mJSG-Anhang besonders lautstark bejubelt wurden. Das Prunkstück war jedoch auch in der zweiten Halbzeit die Defensive. Die hatte zwar gegen den siebenfachen Torschützen Marvin Haeske kein Mittel, ließ aber alle anderen Magdeburger nicht wie gewohnt zur Entfaltung kommen.

Nun wird es im Laufe der Woche darauf ankommen, eine Lektion besonders intensiv zu lernen: Manchmal ist weniger mehr. Nicht jeder Angriff muss mit dem höchsten Risiko verbunden sein.

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