„Druck war zu groß“

A-Jugend-Bundesliga: mJSG in Gummerbach chancenlos

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Am Kreis brandgefährlich: Nikita Pliuto (mJSG).

Gummersbach. Es gibt Niederlagen, die sind (fast) unvermeidlich. Wie das 27:38 (15:18) der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen beim VfL Gummerbach. Schließlich war da eine gemischte A- und B-Jugend zu einer Mannschaft gereist, die als Zweiter der A-Jugend-Bundesliga um die Deutsche Meisterschaft mitspielen will.

Drum war mJSG-Trainer Björn Brede keineswegs enttäuscht. Im Gegenteil. „Wir haben uns achtbar aus der Affäre gezogen“, lobte er den Auftritt seines stark ersatzgeschwächten Teams, dass quasi auf seine Stammsieben verzichten musste.

Umso überraschender, dass zunächst die Gäste beim haushohen Favoriten den Ton angaben und bis zum 10:8 nach 15 Minuten die Nase vorn hatten. Da stand die eigene 6:0-Deckung noch recht sattelfest, da klappte das Zusammenspiel der Pliuto-Brüder ganz hervorragend, da trafen auch Max Bieber, Rene-Daniel Andrei und Luca Schuhmann aus der zweiten Reihe. „Die Jungs haben sich richtig gut an unser Konzept gehalten“, freute sich der Melsunger Coach. Allerdings: Danach wendete sich das Blatt, erhöhte Gummersbach das Tempo..

Die letzte mJSG-Führung zum 10:11 ging auf Andreis Konto (18.), der letzte Ausgleich der Nordhessen zum 12:12 auf das von Jonas Koch (21.). Es folgte ein Gummersbacher 4:0-Lauf und direkt nach dem Wechsel ein spielentscheidender Zwischenspurt des VfL zum 27:21 (43.).

Nun stachen die Trümpfe der Oberbergischen: das Zusammenspiuel von Mittelmann Yonathan Dayan mit Kreisläufer Stüber (fünf Tore), die unwiderstehlichen Durchbrüche des Rückraumrechten Busch (9/1) und die Tempogegenstöße von Rechtsaußen Toromanovic (7), meist ausgelöst durch die Paraden des sich enorm steigernden Torwarts Malek.

„Der Druck war zu groß für uns“, bekannte Brede, dem auch die Wechselmöglichkeiten seines Kollegen Maik Pallach fehlten. So fiel der Gummersbacher Sieg doch noch standesgemäß aus, wovon der VfL aber nicht viel hatte, weil ihm zwei Spieltage vor Schluss Verfolger HSG Neuss/Düsseldorf (ein Punkt zurück) auf den Fersen blieb. • mJSG: Herbst, Wenderoth; Badenheuer, Küllmer 2, Schuhmann 6, Fitozovic 2, Andrei 2, Koch 3, Bieber 1, Fuchs 1, Nikita Pliuto 7, Maxim Pliuto 3/1. SR: Scheller/Walther. Siebenmeter: 3/3:2/1. Zeitstrafen: 0:2-Min.(ohm)

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