Bundesliga: mJSG legt Torfestival hin – Hartung feiert Comeback

Golla unaufhaltsam

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Führte sein Team wieder mal zum Sieg: Der auch im Rückraum spielende Melsunger Kreisläufer Johannes Golla, hier im Zweikampf mit Essens Maximilian Strunk.

Melsungen. Wenn es noch eines Nachweises bedurft hätte, dass die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen in der Jugendhandball-Bundesliga angekommen ist, dann ist der spätestens nach dem 38:33 (21:20)-Spektakel gegen TuSEM Essen erbracht. 

Mehr Tempo, Taktik und Tore geht in 60 Minuten kaum, als es die Bartenwetzer vor 200 Zuschauern zeigten.

Der MT-Nachwuchs begann vor allem in der Abwehr stark. Johannes Golla und Maik Gerhold machten die Mitte zu gegen Essens groß gewachsenen Rückraum, Marian Mügge parierte glänzend gegen Tom Öhl und Maurice Meurer. Der Lohn war nach anfänglichen Rückstand eine 6:3-Führung (8.), die Florian Weiß und Fin Backs sogar in Unterzahl herauswarfen. Dann riss der Faden erst einmal.

Essen profitierte von überhasteten Aktionen und zu wenig Bewegung in der Aufbaureihe der Melsunger, schaltete jeweils schnell um und erzielte fünf Tore am Stück zur eigenen 9:7-Führung (14.), die innerhalb von nur vier Minuten auf 14:10 ausgebaut wurde.

Erst eine Umstellung brachte Besserung. Tobias Ludwig ging an den Kreis, Golla dafür in den Rückraum, Magnus Rulff übernahm als Rechtshänder die rechte Außenbahn und traf prompt gleich doppelt. Denn Tore fielen weiter wie am Fließband, nun aber mit eindeutigen Vorteilen auf MT-Seite, die sich durch Felix Kerst wieder herankämpfte (17:18, 25.) und durch zwei Golla-Treffer sogar mit einer knappen Führung in die Pause ging.

Die nach dem Seitenwechsel zunächst bis auf 25:21 ausgebaut wurde (Rulff, 36.). „Man merkte, dass die Mannschaft die Partie über die Abwehr entscheiden wollte“, sagte Trainer Philip Julius. Was sichtbar wurde durch den sich steigernden Jannik Lengemann im Tor und Magnus Rulff, der auf vorgezogenem Posten in der Abwehr den TuSEM-Rückraum effektiv störte. Auch Essen stellte daraufhin auf 5:1 um, was Johannes Golla umgehend zur Rückkehr an den Kreis veranlasste. Die Vorentscheidung, weil Melsungens stärkster Akteur an diesem Abend dort kaum zu verteidigen war.

Als die Gäste gegen Ende aufmachen mussten, nutzten das Fin Backs mit einem Einläufer zum Kreis sowie Florian Weiß, der mit seinem Diagonalpass Jan Grolla zwei Minuten vor dem Ende die Entscheidung zum 36:30 ermöglichte. Ehe Rückkehrer Phillip Hartung per Strafwurf den letzten Melsunger Treffer erzielte und Gästetrainer Daniel Haase konsterniert feststellte, „dass man mit 38 Gegentoren ein Auswärtsspiel nicht gewinnen kann“. • mJSG: Lengemann (11 Paraden / 22 Gegentore), Mügge (5 P. / 11 G.); Rudolph, Gerhold, Fischer, Golla 10, Rulff 4, Ludwig 1, Ignatow, Kerst 6/5, Weiß 6, Hartung 1/1, Backs 3, Grolla 7. SR: Ekk / Sachtleber (Hanau) – Z: 216. Strafen: 8:8 Minuten – 7m: 6/6:7/6.

Von Michael Koch

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