Deutsche Meisterschaft

A-Jugend der mJSG Melsungen/K./G. gegen Dormagen hart gefordert

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Zuversichtlich und selbstbewusst vor dem schweren Viertelfinale: die mJSG-Leistungsträger (v.l.) Julian Damm, Jona Gruber und Tomas Piroch.

Melsungen. Zum ersten Mal nimmt die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen an den Finalspielen zur Deutschen Meisterschaft teil. Dabei bekommt es die A-Jugend mit Westmeister Dormagen zu tun (So. 14 Uhr).

Es wird - unschwer zu prognostizieren - ein dickes Brett, das die A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen im Hinspiel des Viertelfinals zu bohren hat. Schließlich ist der Gegner kein Geringerer als der Meister der Westgruppe. Der Nachwuchs des TSV Bayer Dormagen nämlich (So. 14 Uhr), der mit nur einer Niederlage durch die bisherige Saison spazierte und mit der Empfehlung von 18 Siegen in Folge in der Stadtsporthalle erscheint.

Und deshalb, so mJSG-Trainer Brede, „klarer Favorit“ ist. Und doch, meint Kapitän Jona Gruber, „keine Übermannschaft“. Der Spielmacher verweist dabei auf die Begegnungen mit den Westdeutschen in der Saison 17/18, die beide eng waren.

Personell hat sich seitdem bei den Teams fast nichts getan, die Jungs des Jahrgangs 2000 sind nur ein Jahr älter geworden. Und die Nordhessen haben sich vom siebten auf den zweiten Platz in der A-Jugend-Bundesliga verbessert und damit ihre erste Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft erst möglich gemacht. Der (vorläufige?) Höhepunkt einer Mannschaft, die einst in der B-Jugend in der Bezirksoberliga begann, um sich dann in Riesenschritten (über die B-Jugend-Landesliga in die A-Jugend-Bundesliga) weiter zu entwickeln. „Das ist jetzt schon ein toller Erfolg“, meint Björn Brede. Und ein Grund mehr, vor Dormagen „nicht in Demut zu erstarren“.

Gäste-Rückraum bärenstark

Gefragt ist, „die eigenen Tugenden auf die Platte zu bringen“. Die mannschaftliche Geschlossenheit also genauso wie Willen und Einsatz. Und die Breite des eigenen Kaders, der durch die B-Jugendlichen Ole Pregler, Paul Kompenhans und David Kuntscher verstärkt wird, zu nutzen. Gegen einen Rückraum der Extraklasse mit Schlüsselspieler Julian Köster, der bei Bayer fast für alles zuständig ist: im Mittelblock stabilisiert der U 19 Nationalspieler mit Fynn Johannmeyer die 6:0-Deckung, treibt die zweite Welle an und sorgt mit seinen über zwei Metern Körpergröße sowie seiner Wurfkraft für Treffer aus der zweiten Reihe. Fast ausschließlich als Torjäger tritt Sven Eberlein auf, der 132 der 773 Saisontreffer seiner Mannschaft erzielte.

Die beiden durch aggressive Abwehrarbeit zu stellen ist die vielleicht spielentscheidende Aufgabe, wobei der mJSG-Coach neben der 6:0-Deckungsformation noch einige Varianten im Köcher hat. Damit der vermeintliche Außenseiter ein Ergebnis vorlegt, mit dem er eine Woche später zuversichtlich zum Rückspiel nach Dormagen reisen kann.

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