Finale um die Deutsche Meisterschaft, Teil 1

B-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen greift nach den Sternen

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Auch für ihn wäre die Deutsche Meisterschaft ein Novum: mJSG-Trainer Georgi Sviridenko. 

Trainer Georgi Sviridenko, stimmt die B-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen auf das „wichtigste Spiel ihres Lebens“ ein.

Die haben am heutigen Samstag (16 Uhr Stadtsporthalle) den SC DHfK Leipzig zu Gast.

Natürlich geht es dem Handball-Lehrer darum, „Spannung und Konzentration“ seiner Schützlinge hoch zu halten, wozu er im Training sogar auf die Euphoriebremse getreten hat („Gute Laune ist gut, zu gute ist schlecht“). Darüber hinaus weiß der 56-Jährige um die „einmalige Chance“, einen nationalen Titel zu gewinnen. 

Ein Novum für Nordhessen, für seine Jungs, aber auch für ihn selbst, den Olympiasieger von 1988 und Vize-Weltmeister von 1990. Drum sei die Anspannung beim gebürtigen Minsker vor den zwei entscheidenden Duellen „genauso groß wie früher vor einem Europapokalspiel“ (Sviridenko).

Ebenso penibel: die Vorbereitung. Insbesondere auf die eher Leipziger 3:2:1-Deckung, eine Art Abwehrpyramide mit drei Spielern am Kreis, zwei Halben auf neun Meter und der „Spitze“, die den gegnerischen Angriff bereits auf zehn Meter in Empfang nimmt. 

Einer, der beweglich sein muss und in der Lage, das Spiel des Gegners zu lesen, um es entscheidend zu unterbrechen. Einer wie Niclas Benedi Heitkamp, Jugend-Nationalspieler und Mittelmann der Gäste, mit seinen Ballgewinnen häufig Ausgangspunkt der gefährlichen ersten und zweiten Leipziger Welle. „Schnelles und präzises Umschalten“, verlangt Matthias Albrecht von seinen Schützlingen.

SC DHfK glänzt mit wuseliger Defensive

Die durch das Achtefinale (gegen Coburg) und Viertelfinale (gegen Hochdorf) spazierten, ehe sie im Halbfinale vom THW Kiel (23:22 und 25:24) erstmals richtig gefordert wurden. „Da mussten wir eine Schippe drauf legen“, bekennt der 36-jährige B-Lizenz-Inhaber, der auch Co-Trainer der Bundesliga-Mannschaft ist. Letztlich wussten sich seine Schützlinge zu steigern, scheiterte auch Kiel an der wuseligen Defensive des Sportclubs. 

Die zu knacken wird somit zum Schlüssel, ob die mJSG den letzten Schritt zum nahen Triumph auch noch machen kann. Dazu empfiehlt der mJSG-Coach seinem Positionsangriff, den Ball laufen zu lassen, die Außen einzubeziehen, mit Übergängen und Einläufern den gebotenen Raum in der Nahwurfzone zu nutzen. Und natürlich: „Kühlen Kopf bewahren.“

Die Nerven könnten auch für seinen Kollegen zu einem „extrem wichtigen Faktor“ werden. Gerade weil „ein Duell auf Augenhöhe“ (Albrecht) zu erwarten ist. Und der Lohn für den Sieger etwas vermeintlich Einmaliges ist. Für Leipzig indes kein Novum, holte die B-Jugend des SC DHfK doch schon 2014 den Titel.

Was die Ambitionen des aktuellen Jahrgangs keineswegs schmälert. Denn: Die Albrecht-Schützlinge sind ebenfalls heiß auf den Titel, wollen ihre Erfolgsserie in der Endrunde - sechs Spiele, sechs Siege - fortsetzen. Auch darauf dürfte Trainer Sviridenko seine Schützlinge vorbereitet haben. 

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