Bundesliga: Traumstart für Melsungen/Körle/Guxhagen

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Durchgetankt: Melsungens Tomas Piroch (am Ball) lässt hier Lemgos Fynn Hangstein stehen. 

Melsungen. Als Torhüter Björn Wenderoth für ein grobes Foulspiel die Rote Karte sah und Lemgos Spielmacher Fynn Hangstein den fälligen Siebenmeter mühelos zum 21:15 für den TBV verwandelte (37.), deutete wenig auf einen Auftaktsieg der Handballer der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen in der A-Jugend-Bundesliga hin.

Doch die Bartenwetzer kämpften sich zurück und gewannen gegen den Meisterschaftsanwärter 31:30 (13:17). „Wir haben unsere Fehlerquote gesenkt und von Außen kaltschnäuzig getroffen. Die Umstellung auf eine offensive Abwehr hat Lemgos Angriff zum Erliegen gebracht“, freute sich mJSG-Trainer Björn Brede. In der Tat fand der TBV- Angriff um die starken Rückraumschützen Hangstein und Julius Rose gegen die offensive 5:1-Formation mit Kevin Gockell als Vorgezogene nur selten ein Mittel.

Und auf den Außenpositionen tauten nun Mikulas Cejka und Jonas Goßmann auf. Der Rechtsaußen hatte die MT-Talente mit einem Doppelschlag zum 26:27 (53.) auf Tuchfühlung gebracht. Dann aber war es um die Gäste geschehen. Tomas Piroch besorgte aus dem Rückraum den Ausgleich, Julian Damm und Goßmann erhöhten wenig später auf 30:28 (58.). Als Piroch nach Zuspiel von Jona Gruber zum 31:29 (60.) traf, gab’s kein Halten mehr.

„Wir waren von Beginn an da und hatten gute Chancen, haben sie aber nicht genutzt“, bemängelte Brede. So verlief die Partie zunächst ausgeglichen, ehe Lemgo über 6:3 (9.), 6:12 (18.) und 10:16 (23.) davonzog. Besonders mit Kreisläufer Michel Reitemann und dem Rückraum um Hangstein und Rose hatten die Melsunger Defensive Probleme. Zudem fand Glenn-Louis Eggert im Tor zunächst nicht ins Spiel, während Gruber, Goßmann und Damm im Angriff beste Einwurfmöglichkeiten ungenutzt ließen.

Bezahlt machte sich die Hereinnahme von Maxi Bieber. So konnten die Bartenwetzer bis zur Pause noch auf 13:17 verkürzen. Bevor sie wenig später zu einer beeindruckenden Aufholjagd starteten. „Wir haben aufgehört Handball zu spielen“, schimpfte indes TVB-Trainer Christian Plesser. • mJSG: Eggert (1.-25., 37.-60. Minute; 26 Gegentore/11 Paraden), Wenderoth (25.-37., 4/4, 1 Tor) - Piroch 6, Küllmer, Goßmann 5, Gockell 3, Gruber 4, Schuhmann 1, Damm 5, Koch, Bieber 3, N. Pliuto, Cejka 3, M. Pliuto. Lemgo: Essen (1.-55., 28/14), Mühlenstädt (55.-60., 3/0), Siepert - Janzen, Hangstein 12/7, Reitemann 4, Schalles, Rose 9, Prüssner 2, Hansen 2, Lutze, Louis 1. Siebenmeter: 0/1:7/7. Zeitstrafen: 6:10 Minuten. SR: Dieckmann/Riemer (Hannover). Z: 170. Rot: Wenderoth (37.).

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