A-Jugend-Bundesliga: mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen entzaubert den Favoriten

Lengemann hält Sieg fest

Hielt die Hälfte aller auf ihn abgefeuerten Bälle: mJSG-Torhüter Jannik Lengemann bringt hier Gummersbachs Sebastian Schöneseifen zur Verzweiflung. Foto: Hahn

Melsungen. Riesenüberraschung der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen! Ohne die verletzten Stammkräfte Fin Backs und Jan Grolla bezwangen die Bartenwetzer den favorisierten VfL Gummersbach 28:24 (10:13). Damit machten die Handballer einen Riesenschritt auf dem Weg zur direkten A-Jugend-Bundesliga-Qualifikation für die nächste Saison. „Die Mannschaft hat die Ausfälle angenommen und jeder hat seine Aufgabe tadellos erfüllt“, freute sich mJSG-Trainer Philip Julius.

Es war eine Partie, der die Torhüter zu Beginn den Stempel aufdrückten. Sowohl Jannik Lengemann als auch sein VfL-Pendant Lasse Hasenforther parierten reihenweise Bälle. So dass bis zu Maik Gerholds 4:3 nach zwölf Minuten beide schon jeweils fünf Paraden auf dem Konto hatten und die Hälfte der Tore durch Siebenmeter gefallen waren. Weil Lengemann sein hohes Niveau hielt und Gerhold wie auch Dimitri Ignatow für viel Unruhe in der Gästedeckung sorgten, blieb die Begegnung offen.

Die Führungen wechselten, aber weiter als einen Treffer kam kein Team weg. Erst als Marcel Timm den Favoriten kurz vor der Pause mit 12:10 nach vorn brachte und Tobias Ludwig eine Strafe absitzen musste, drohten die Bartenwetzer den Anschluss zu verlieren. Zumal Sebastian Schöneseiffen mit dem Halbzeitpfiff noch einen Siebenmeter für die Gäste verwandelte.

Rechtzeitig zum Wiederbeginn war der MT-Nachwuchs dann wieder hellwach. Vor allem die Deckung mit dem weiter überragenden Lengemann dahinter erzielte Ballgewinne, die Ignatow, Felix Kerst und Magnus Rulff über erfolgreiche Gegenstöße zur 15:14-Führung verwerteten (35.).

Melsungen war im Spiel und ließ sich auch nicht beirren, als der VfL in Überzahl wieder aufschloss. Im Gegenteil schraubten sie das Resultat auf 25:20 in die Höhe, auch weil Florian Weiß seine bis dahin geübte Zurückhaltung aufgab und dreimal traf (53.). Die Entscheidung war Johannes Gollas Traumtor zum 28:23 (59.), als er einen Weiss-Pass hart bedrängt im Fallen mit einer Hand fing und direkt weiter ins Netz beförderte.

„Das war’s für uns mit der Meisterschaft. Meine Mannschaft hatte heute einfach keine Eier“, kommentierte ein sichtlich bedienter VfL-Trainer Denis Bahtijarevic. • mJSG: Lengemann (22 Paraden/22 Gegentore), Mügge (bei zwei Siebenmetern, 0 P. / 2 G.); Rudolph, Gerhold 3, Fischer, Golla 7, Rulff 1, Ludwig, Gockell, Ignatow 5, Kerst 9/6, Weiß 3, Hartung, Grolla.

Von Michael Koch

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