Nur ein Neuzugang

mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen ist zum Saisonstart verletzungsgeplagt

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Einziger Neuzugang: Malvin Haeske aus Magdeburg, der den Rückraum der mJSG verstärken soll.

Vier plus zehn plus eins lautet die Formel für den A-Jugend-Kader der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen, mit der der letztjährige Halbfinalist der Deutschen Meisterschaft in die kommende Bundesliga-Saison geht.

Konkret: Ein Quartett, das der Mannschaft erhalten blieb (Jan Dobriczikowski, Julian Fuchs, Louis Badenheuer und Jan Lasse Herbst), zehn aufgerückte B-Jugend-Meister und ein Neuzugang.

Malvin Haeske nämlich, ein höchst talentierter Linkshänder vom SC Magdeburg, der allerdings beim Saisonstart gegen Hüttenberg nicht dabei sein wird. Der Grund: der Rückraumspieler zog sich beim Turnier in Emsdetten ein Schädelhirntrauma zu (wir berichteten). Damit fällt auch erst mal die Variante mit zwei Linkshändern im Rückraum aus: David Kuntscher auf der Mitte für den verletzten Spielmacher Paul Kompenhans, der wegen seines Kreuzbandrisses wohl erst im Januar wieder einsteigen kann, und eben der „Neue“ auf der rechten Seite.

Laut Trainer Brede ein „echter Shooter mit guten Wurfvarianten“. Da derzeit auch noch Ole Pregler (Gehirnerschütterung), Ben Beekmann (Muskelbündelriss) und Jan Dobriczikowski (Knieprellung) verletzt sind und die Vorbereitung aufgrund von Nationalmannschaftseinsätzen sowie Verletzungen „sehr zerstückelt“ (Björn Brede) war, wird das Team seine wahren Möglichkeiten wohl erst im Laufe der Saison entfalten können.

Trotzdem sieht der mJSG-Coach seine aktuellen Jungs handballerisch „viel weiter“ als den Kader, der ihm vor zwei Jahren zur Verfügung stand. Und der in der letzten Saison als Gruppenzweiter der Bundesliga-West-Staffel bis unter die letzten vier Teams Deutschlands vorstieß. Spielerisch hinkt der Vergleich etwas. War der Angriff aufgrund der großen physischen Präsenz der Kreisläufer Nikita Pliuto und Julian Damm eher auf die Mitte konzentriert, soll er nun breiter angelegt sein.

Weil Nachfolger Lasse Hellemann eher ein spielstarkes Leichtgewicht ist. Und weil die mJSG mit Dobriczikowski/Beekmann (links) und Fitosovic/Fuchs (rechts) über eine starke Flügelzange verfügt. „Diese Qualität müssen wir nutzen“, fordert Björn Brede. Weiterhin will er das Spiel seiner Mannschaft „schneller machen“, um über die erste und zweite Welle zu leichten Toren zu kommen. Ein Mittel, auf das der B-Jugend-Meister von 2019 aufgrund seiner individuellen Stärke auf allen Positionen nur selten zurückgreifen musste.

Ein weiterer taktischer Schwerpunkt: neben der 6:0-Deckung eine 5:1-Variante (raum- und personenbezogen) zu installieren. Da kann der Coach in der Indianerrolle auf die wendigen Julian Fuchs, Jona Rietze, Paul Kompenhans und Ben Beekmann setzten, die zudem das Spiel des Gegners exzellent zu lesen wissen.

Allerdings alles noch nicht bis zum Ende ausgereift, sodass Björn Brede beim Saisonziel vorsichtig ist: „Erst mal die Gruppenphase überstehen und in die Meisterrunde einziehen“. Also von neun Rivalen der Weststaffel sechs hinter sich lassen (siehe Hintergrund). Ist das geschafft, werden die Karten - siehe erfolgreiche letzte Saison - sowieso neu gemischt.

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