Jugend-Bundesliga: Melsunger unterliegen Tabellenführer Bayer Dormagen 27:34

Nach der Pause chancenlos

Durchgesetzt: mJSG-Spielmacher Florian Weiß (am Ball) lässt hier die Dormagener Gertjan Bongaerts (links) und Frederik Spinner (rechts) stehen und erzielt eines seiner vier Tore. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Der Tabellenführer war eine Nummer zu groß. Mit 27:34 (13:14) musste sich die Handballer der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen im Spiel der Jugend-Bundesliga dem TSV Bayer Dormagen geschlagen geben.

Die Bereitschaft zum Kampf war da. Erkennbar schon an der Art und Weise, wie sich Johannes Golla einen verlorenen Ball am Kreis zurückeroberte und zum 1:1 in die Maschen setzte. Dass die Gäste dennoch mit 3:1 in Führung gehen konnten, lag an ihrer offensiven und aggressiven Verteidigung. Die unterband zunächst jeden Versuch von Florian Weiß, sie spielerisch aushebeln zu wollen. War ein Ball gewonnen, wurde schnell umgeschaltet und der Abschluss gesucht.

Dass die Fuldataler dennoch durch Weiß zum 4:4 ausgleichen konnte (10.), lag an drei Treffern von Golla sowie einer aufmerksamen Deckung um Maik Gerhold und Jannik Lengemann im Tor, der mehrfach glänzend reagierte und so einen höheren Rückstand verhinderte. Erst allmählich fanden die Gastgeber Mittel gegen die 4:2-Formation der Dormagener. Linksaußen Fin Backs traf nach Kempa-Anspiel von Weiß in Unterzahl zum 7:8 (15.). Dimitri Ignatow gelang kurz vor der Halbzeit noch der Ausgleich, auch wenn die Gäste anschließend per Siebenmeter die 14:13-Pausenführung erzielten.

Nach Wiederanpfiff leisteten sich Jan Grolla und Co. im Angriff unnötige Ballverluste und vergaben zudem mehrere klare Torchancen gegen den starken TSV-Torhüter Tim Hottgenroth. Fehler, die die Gäste konsequent bestraften und sich beim 19:14 (36.) einen deutlichen Vorsprung herausgespielt hatten.

Doch nach einer Auszeit fing sich der MT-Nachwuchs. Weiß und Felix Kerst sorgten für mehr Struktur im Angriff und brachten ihr Team beim 21:24 (45.) noch einmal in Schlagdistanz.

Zu mehr reichte es aber nicht. Weil Hottgenroth weiterhin erstklassig hielt und die mJSG immer mehr riskieren musste, um gegen den Tabellenführer noch eine Chance zu haben. Was nicht belohnt wurde. Im Gegenteil: Die Gäste zogen ihr Spiel konsequent durch und schraubten das Resultat hoch. „Sie haben gezeigt, warum sie dort oben stehen. Aber das Ergebnis spiegelt überhaupt nicht unsere Leistung“, befand Trainer Philip Julius. Sein Kollege Ulli Krieter dagegen schnaufte durch. „Die Erleichterung über diesen Erfolg ist groß, denn Melsungen spielt eine starke Rückrunde“, erklärte der TSV-Coach. • mJSG: Lengemann (7 Paraden /19 Gegentore), Mügge (6 P./15 G.); Rudolph, Gerhold 1, Fischer, Golla 3, Rulff, Ludwig, Ignatow 5, Kerst 8/4, Weiß 4, Hartung, Backs 6, Grolla. SR: Borchardt/Grude (Altlandsberg). Siebenmeter: 4/4:6/6. Zeitstrafen: 8:8 Minuten. Z.: 230.

Von Michael Koch

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