mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen: in Dormagen nur Außenseiter - Küllmer wieder fit

Auf der Suche nach Lockerheit

Björn

Melsungen. Nach vier sieglosen Partien in der A-Jugend-Bundesliga erwartet die Handballer der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen beim Drittliga-Nachwuchs des TSV Bayer Dormagen (Sa. 17.30 Uhr) eine hohe Hürde. „Wir sind natürlich kein Favorit“, sagt mJSG-Trainer Björn Brede verbunden mit dem Wunsch, „dass wir frei aufspielen und unabhängig vom Ergebnis ein gutes Spiel zeigen.“

Der Hintergrund: Sein Team wirkte zuletzt arg verunsichert. „Wir versuchen daher, in dieser Trainingswoche unsere Lockerheit zurückzufinden“, erklärt der mJSG-Coach. Vor allem in der Defensive besteht nach wie vor Steigerungsbedarf. 156 Gegentore kassierten die MT-Talente in fünf Partien, nur Schlusslicht Hagen (184 Tore) verteidigte schlechter. Besser werden muss auch das Torhütergespann um Glenn-Louis Eggert und Björn Wenderoth. „Wir müssen uns gegenseitig pushen. Die Abwehr braucht auch ein Erfolgserlebnis, nicht jeder Ball darf drin sein“, fordert Brede.

Trotzdem waren es nur Nuancen, die in den vergangenen Partien den Unterschied ausmachten. Gerade in eigener Halle waren die Melsunger Top-Teams wie dem Bergischen HC ebenbürtig, bevor die Partie in der Schlussphase verloren ging. Gegen Hagen hingegen ging nach dem frühen Rückstand nur noch wenig. „In solchen Situationen gehen die Köpfe schneller runter als gewöhnlich“, bekannte Brede.

In der Offensive hat zuletzt Ole Pregler für Belebung gesorgt. Der B-Jugendliche steht dem Team in Dormagen allerdings wegen eines Lehrgangs nicht zur Verfügung. „Ein großes Talent. Wir müssen ihn aber behutsam an die Mannschaft heranführen“, weiß der Melsunger Übungsleiter.

Viel Verantwortung müssen also erneut Spielmacher Jona Gruber und Torjäger Tomas Piroch übernehmen, die im Zusammenspiel mit den beiden Kreisläufern Julian Damm und Nikita Pliuto zuletzt zu gefallen wussten. Für Entlastung können aber auch Max Bieber und Kevin Gockell sorgen, zudem ist Tom Küllmer wieder fit. Von den Außenpositionen blieb die mJSG bisher blass. Jonas Goßmann war zwar ein sicherer Siebenmeterschütze, blieb aber ansonsten unter seinen Möglichkeiten. Ebenso wie Mikulas Celjka, sein Pendant auf Linksaußen. Einfache Treffer aus dem Gegenstoß: Fehlanzeige.

Die Gastgeber haben beim 29:22-Heimsieg über Meisterschaftsfavorit GWD Minden ein Ausrufezeichen gesetzt. „Sie spielen sehr gut mit dem Kreis zusammen, haben aber auch im Rückraum Qualität“, weiß der mJSG-Coach. Vor allem der Halbrechte Justin Kauwetter, Spielmacher Julian Köster, Rechtsaußen Jan Reimer und Linksaußen Nick Braun sowie Tyron Hartmann sind zu beachten. Daneben verfügt von Trainer Jamal Naji, der vor der Saison den Ex-Melsunger Erich Wudtke als Jugendkoordinator ablöste, mit Arne Fuchs über einen guten Schlussmann.

Von Marcel Glaser

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