Samstagsinterview: Mirko Jaissle über seine neue Arbeit als Trainer der Baunataler Handball-Junioren

„Wir müssen nicht viel ändern“

Bei der Arbeit: Der neue Trainer Mirko Jaissle (vorn, rechts) mit den Baunataler A-Junioren (von links) Frederik Drönner, Jannik Lengemann, Hauke Lapschies, Jonas Meister, Niklas Käse, Janne Scholand und Maurice Paske. Foto:  Fischer

Baunatal. Mit der Berufung von Markus Berchten zum Trainer der Baunataler Männermannschaft in der zweiten Handball-Bundesliga stand Eintracht Baunatal vor einem Problem: Ein Trainer für die A-Junioren-Bundesliga fehlte. Mit Mirko Jaissle haben die Baunataler schnell eine Lösung gefunden. Seit Montag trainiert der 43-Jährige den Handball-Nachwuchs.

Herr Jaissle, wie kam der Kontakt mit der Eintracht zustande?

Mirko Jaissle: Es gab eigentlich schon über Jahre einen losen Kontakt. Mit dem ehemaligen Eintracht-Trainer Arnd Kauffeld hab ich noch zusammen in Gensungen gespielt. Zusätzlich gab es immer wieder Freundschaftsspiele zwischen Baunatal und Rosdorf, wo ich zuletzt Trainer war. Dass dann der Anruf von Eintracht Geschäftsführer Jens Reinhold kam, war dennoch überraschend.

Sie trainieren die A-Junioren seit wenigen Tagen. Wie ist der erste Eindruck vom Team?

Jaissle: Ich habe mich riesig auf diese Jungs gefreut. Sie haben Potenzial und sind ambitioniert und ehrgeizig bei der der Sache, obwohl sie zuletzt wirklich sieben Spiele in Folge verloren haben. Das zeichnet die Mannschaft für mich aus.

Drehen wir den Spieß mal um: Wie hat denn die Mannschaft auf den neuen Trainer reagiert?

Jaissle: Ich wurde sehr gut aufgenommen und auch die Stimmung im Team ist gut. Ich glaube, dass wir eine gute und erfolgreiche Zeit haben werden.

Den letzten Sieg gab es Mitte November. Wo muss man jetzt ansetzen, um die jungen Spieler aufzubauen?

Jaissle: Markus Berchten hat hier hervorragende Arbeit geleistet, deshalb muss man gar nicht so viel ändern. Es waren bei den Niederlagen ja auch einige sehr knappe und unglückliche dabei, so wie am vergangenen Wochenende beim 28:30 in Aue. Wir müssen in den entscheidenden Phasen aber einfach weniger Fehler machen.

Ziel ist es aber sicherlich auch, weiterhin Spieler in der ersten Mannschaft zu integrieren, oder?

Jaissle: Wir wollen die Erfolgsgeschichte des Vereins und das Jugendkonzept weiter vorantreiben. Daher ist es natürlich unser Ziel, junge Spieler kontinuierlich weiterzuentwickeln und Schritt für Schritt an die erste Herrenmannschaft heranzuführen. Einige gute Jungs trainieren dort ja bereits mit. Ich wünsche jedem Spieler, dass er höherklassig spielen kann und es muss das Ziel jedes Spielers sein, diesen Ehrgeiz auch zu zeigen.

Sie sind derzeit als Zwölfter Schlusslicht, haben aber nur zwei Punkte Rückstand auf Rang neun. Was ist das Ziel für die verbleibenden sieben Spiele?

Jaissle: Das klingt jetzt pauschal, aber wir wollen noch so viele Punkte wie möglich holen. Der Abstand nach oben ist nicht so groß und mit einigen Erfolgserlebnissen können wir aus dem Tabellenkeller rauskommen. Im nächsten Spiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Leipzig (31. Januar, Anm. d. Red.) können wir völlig befreit aufspielen. Es kommen aber auch noch Teams, gegen die wir definitiv punkten können und wollen. Der sechste Platz, der zur direkten Qualifikation zur nächsten Bundesligasaison reicht, ist aber wohl schon zu weit weg.

Sie waren zuletzt Trainer bei der HG Rosdorf/Grone in der Oberliga Niedersachsen. Ist der Job als Trainer bei einem Jugend-Bndesligateam ein Schritt vor oder zurück?

Jaissle: Das ist weder ein Schritt vor noch ein Schritt zurück. Ich sehe das als einen anderen Weg. Man trifft in der Liga auf einige Traditionsmannschaften und auf die besten Jugendmannschaften Deutschlands. Das ist eine sehr attraktive Aufgabe.

Von Max Seidenfaden

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