Die erste Jugend-Mannschaftsspielgemeinschaft geht an den Start – Heimische Teams kooperieren bei den A-Junioren

Plesse und Rhumetal betreten Handball-Neuland

Mit ihren A-Junioren-Teams gemeinsam am Start: Dietmar Böning-Grebe (Plesse), Trainer Matthias Wuttke und Frank Scheidemann (Rhumetal). Foto:  zij

Nörten / Bovenden / Katlenburg. Der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) hat auf die in den vergangenen Jahren stetig geringer werdende Zahl an Mannschaften im Jugendbereich reagiert. Mit Beginn der neuen Saison haben jetzt Vereine die Möglichkeit, Spielgemeinschaften zu bilden, die sich lediglich auf einzelne Jugendmannschaften beschränken.

Als erste heimische Clubs machen nun die HSG Plesse-Hardenberg und die HSG Rhumetal davon Gebrauch. Die A-Jungen gehen in der Mitte September beginnenden Runde als „Jugend-Mannschaftsspielgemeinschaft (JMSG) Plesse-Rhumetal“ in der Landesliga unter Regie von Trainer Matthias Wuttke an den Start.

Die neue Regelung gilt vorerst noch nicht auf Oberligaebene. „Aber das ist ein erster Schritt hin zu einer weiteren Flexibilisierung, um dem Nachwuchs auch in kleineren Vereinen die Entwicklung bis in den Seniorenbereich zu ermöglichen“, sagen Frank Scheidemann und Dietmar Böning-Grebe, die Jugendkoordinatoren aus dem Rhumetal und der HSG Plesse. Sie begrüßen die Entscheidung des Verbandes. Statt des Verlustes weiterer Akteure für den Seniorenbereich habe man nun stattdessen die Chance, die eigenen Talente in leistungsmäßig anspruchsvollen Spielklassen einzusetzen. Die Spieler behalten zudem das Doppelspielrecht für die Nachwuchsmannschaften (Herrenteams U23) in ihrer Spielgemeinschaft.

Die Talente sollen bleiben

Einen positiven Effekt erhofft sich Böning-Grebe auch bei dem Versuch, „durch die Bündelung der spielstärksten Talente unserer Region auf lange Sicht die Standortvorteile der Internatsmannschaften und der Teams aus wirtschaftsstarken Ballungsräumen auszugleichen.“ Dazu müssten die Spieler vor Ort die Möglichkeit haben, in einer starken regionalen Jugendmannschaft mit gut ausgebildeten Trainern höherklassig zu spielen. „So können unsere Top-Talente weitere Stufen auf ihrer Karriereleiter erklimmen, ohne das Elternhaus zu verlassen und auf ein Internat der größeren Handballzentren wechseln zu müssen“, sind sich Böning-Grebe und Scheidemann einig.

Man wolle in der Region etwas aufbauen und einen Gegenpol zu den Stadtvereinen in Hannover, Hildesheim oder auch Braunschweig schaffen. Ein nächster Schritt in diese Richtung wäre die Gewinnung weitere Vereine aus Südniedersachsen für das Projekt JMSG. „Das würde außerdem auch das unselige Abwerben von Spielerinnen und Spielern im Jugendbereich einschränken“, sagen die Vertreter beider Spielgemeinschaften und hoffen auf eine Art Initialzündung durch die JMSG Plesse-Rhumetal. (zys)

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