Jugendhandball: Die HSG Plesse-Hardenberg baut mit großem Erfolg auf den eigenen Nachwuchs

„Wir sind führend in der Region“

Basis des Erfolges: Bei der HSG Plesse-Hardenberg wird viel Wert auf gute Jugendarbeit gelegt. Und das zahlt sich aus, wie diverse Erfolge der Nachwuchsmannschaften belegen. Archivfoto: Herrig/nh

Nörten / Bovenden. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist für Dietmar Böning eine Herzensangelegenheit. 2010 übernahm er das Amt des Handball-Jugendkoordinators bei der HSG Plesse-Hardenberg.

Fünf Jahre später ist die Spielgemeinschaft seiner Ansicht nach die Nummer eins, wenn es um die Förderung des Nachwuchses geht.

„Wir sind führend in der Region“, sagt er. Das betrifft nicht nur die Anzahl der Teams. Die HSG ist auch höherklassig am häufigsten vertreten. Im Schnitt werden jährlich 15 Jugendteams plus vier Mini-Mannschaften gemeldet. In der Regel sind alle Altersklassen durchgängig besetzt, teilweise doppelt.

In den letzten fünf Spielzeiten traten 18 HSG-Teams auf Landesligaebene und höher an. Dem kommt die HSG Rhumetal mit zwölf Teams am nächsten. Es folgen Northeim, Moringen und die Solling-HSG mit je sieben Meldungen. In diesem Zeitraum traten vier Plesse-Teams in der Ober- oder Verbandsliga an. Das schafften sonst nur noch die Rhumetaler B-Jungen. In der zuende gehenden Saison steht die männliche A-Jugend der HSG kurz vor dem Gewinn des Titels in der Verbandsliga. Insgesamt gingen fünf Burgenteams auf Landesligaebene und höher an den Start.

Diese stolze Bilanz ist kein Zufallsprodukt, sondern das Resultat harter Arbeit. „Mit öffentlichkeitswirksamen Einzelaktionen ist es nicht getan“, erklärt Böning. „Jugendarbeit findet das ganze Jahr statt - jeden Tag, jede Woche. Das ist das Fundament und erfordert Geduld.“

Für ihre rund 250 Jugendlichen beschäftigt die Spielgemeinschaft im Schnitt 25 Übungsleiter. Der Grundstock wird bereits bei Kindern im Mini-, D- und E-Jugendalter gelegt. Gerade dort benötigt man gut ausgebildete Trainer, so die Philosophie. Nicht von ungefähr beträgt das Budget der HSG allein für diese Altersstufe bereits 20 000 Euro.

Insgesamt gehen zwei Drittel des Etats in die Jugendarbeit. Umso mehr ist Böning irritiert, „dass andere Vereine erst bei der C-Jugend einsteigen, Spieler abwerben und das dann auch noch als Talentschmiede verkaufen.“

Die HSG holt ihre Kinder in der Grundschule ab. In Nörten, Bovenden, Reyershausen und Eddigehausen gibt es Minigruppen. Fast alle Übungsleiter sind lizenziert und werden intern fortgebildet.

Zum Tätigkeitsprofil des Jugendkoordinators gehört eine ständige Mangelverwaltung was Finanzen und Hallenzeiten angeht. Es gilt, aus wenig das Optimale herauszuholen. Nur ein Viertel des Etats lässt sich aus Beiträgen bestreiten. „Unsere Sponsoren haben viel Verständnis dafür, dass vorrangig in die Jugendarbeit investiert werden muss, um zukunftsorientiert arbeiten zu können. Nur so lässt sich das Gesamtpaket schultern.“ (zys)

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