Ein großer Schritt

Anton Preußner wechselt aus dem Rhumetal zu den Füchsen nach Berlin

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Anton Preußner in Aktion: Der wurfgewaltige Linkshänder setzt zum Sprungwurf an. In der vergangenen Landesliga-Spielzeit erzielte er im Schnitt mehr als zehn Tore pro Partie. 

Das Ausnahmetalent Anton Preußner wechselt von der HSG Rhumetal auf das Handballinternat der Füchse Berlin und trägt künftig das Trikot der C-Jugend des Bundesligisten.

Ein riesiger Schritt für den 14-Jährigen, dessen neue sportliche Heimat zu den besten Ausbildungsstätten für junge Handballer zählt.

Ein erster Kontakt zu den Verantwortlichen des Serien-Jugendmeisters kam am Rande des Silvestercups Anfang Januar zustande. Die Berufung in die Landesauswahl der 2004er-Jungen als Spieler des Jahrganges 2005 hatte das Interesse der Füchse am großgewachsenen Linkshänder, mit durchschnittlich zehn Treffern in der abgelaufenen Landesligasaison absoluter Leistungsträger, geweckt. 

Anton Preußner zieht es nach Berlin.

Im Februar stellte er sein Talent bei einem Probetraining im Trainingszentrum „Füchse Town“ unter Beweis. „Das Training von Bob Hanning mit der B-Jugend war beeindruckend. Ich bin sehr herzlich aufgenommen worden und hatte zwei interessante Tage in Berlin“, schwärmt der Noch-Rhumetaler, trotz eines zunächst ernüchternden Ergebnisses: höhere Trainingsintensität, mehr Rumpfstabilität und im November wieder kommen!

Anfang Mai kam überraschend Schwung in die Angelegenheit. Beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ mit dem Corvi geriet Anton durch seine Leistungen in den Fokus des SC Magdeburg, bei dem mit Torhüter Lukas Diedrich bereits ein weiterer Ex-Rhumetaler aktiv ist. Auch an der Elbe folgte ein Probetraining.

Dann ging alles ganz schnell. Angesichts drohender Konkurrenz schufen die Füchse Tatsachen. Das ursprüngliche Angebot für die Saison 2020/21 wurde in die Einladung zu einem sofortigen Wechsel mit der festen Zusage für einen Internatsplatz im Leistungssportzentrum umgewandelt. Bei der sportmedizinischen Untersuchung lieferte Anton ausgesprochen gute Werte ab. Vor wenigen Tagen kam die endgültige Zusage.

Am 15. Juli geht’s nun los. „Ich freue mich auf die Möglichkeit, bei einem der besten Vereine der Welt ambitioniert Handball zu spielen. Hoffentlich kann ich diese Chance nutzen“, sagt er. „Allerdings habe ich auch etwas Wehmut bei dem Gedanken, meine Familie und Mitspieler im Verein zu verlassen.“

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtet sein bisheriger Trainer die Entwicklung, macht sich aber keine Gedanken über ein mögliches Scheitern. „Anton ist in jeder Beziehung gut geerdet, selbstkritisch und will sich immer verbessern“, sagt Mathias Zänger. „Er weiß um die Möglichkeit, in handballerische Bereiche vorzudringen, die nur wenige erreichen.“

Zänger ist sich der Schwächung seiner eigenen C-Jugend bewusst. „Aber es war klar, dass uns Anton in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung steht. Wir sind stolz, dass die HSG Rhumetal immer wieder gute Jungs ausbildet, die sich später in der großen Welt des Handballs behaupten.“ Und bei Anton Preußner hat sich ein großer Club sogar aktiv um den Wechsel bemüht - bemerkenswert! zys

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