Handball-Oberliga

C-Junioren der JSG Waldhessen unterliegen TV Hersfeld

Imposante elf Tore erzielte Maurice Reyer: Doch die reichten seiner JSG Waldhessen am Ende nicht, um gegen Schlusslicht TV Hersfeld zu punkten. Foto: Walger

Rotenburg. Der Favorit JSG Waldhessen ist in der Handball-Oberliga der C-Junioren unerwartet gestolpert.

Der Tabellenvierte unterlag in eigener Halle Schlusslicht TV Hersfeld mit 30:31 (18:15). Bei den zuvor arg gebeutelten Gästen macht sich der Trainerwechsel offensichtlich bezahlt, denn zuvor hatten sie alle fünf Saisonspiele verloren. Unter Uwe Fäcke gelang nun ausgerechnet im Derby der erste Erfolg.

Umstrittener Siebenmeter 

Ein aus Sicht der JSG umstrittener Siebenmeter brachte Sekunden vor dem Ende die Entscheidung. Doch die Pleite an der letzen Entscheidung des Schiedsrichers festzumachen, wäre falsch, stellte Waldhessens enttäuschter Coach Marco Naumann fest. Denn über die gesamte Spielzeit hinweg konnte ihn sein Team nicht überzeugen.

„Mit 30 geworfenen Toren musst du eigentlich ein solches Spiel gewinnen, doch unser heutiges Problem war die Abwehr“, sagte der Trainer. Von Beginn an hatte die Deckung der JSG dem Gegner Lücken geboten. Immer wieder nutzten die Hersfelder Abwehrfehler zu leichten Toren. Im Angriff der Waldhessen klappte immerhin das Zusammenspiel zwischen Rückraum und Kreis.

Bis zum 11:11 in der 16. Minute verlief das Spiel ausgeglichen. Nach einer Auszeit setzte sich die JSG dann über 13:11 (18.) und 16:14 (22.) bis zur Halbzeit auf 18:15 ab.

Zu Beginn der zweiten Hälfte ließ der TVH eine doppelte Überzahl ungenutzt und blieb bis zum 17:20 (29.) mit drei Toren im Rückstand. Was sich danach in seiner Mannschaft abspielte, verschlug Marco Naumann die Sprache. Keine Präsenz in der Abwehr, schwache Chancenverwertung - das Unheil nahm seinen Lauf. In der 39. Minute gingen die Hersfelder mit dem 24:25 erstmals in Führung.

Glück bei Gästekontern

Dreimal lag der TVH in den folgenden Minuten mit zwei Treffern vorne: 25:27 (42.), 26:28 (45.) und 28:30 (47.). Es hätten auch vorentscheidende vier Tore sein können, denn der Gast versiebte zwei Tempogegenstöße.

So schaffte die JSG Waldhessen mit dem 29:30 den Anschluss und kam nach einer weiteren vergebenen TVH- Chance nochmals in Ballbesitz. 18 Sekunden waren noch zu spielen, als der Unparteiische der JSG einen Siebenmeter zusprach. Lukas Günther verwandelte zum 30:30. Doch dann nahm der gerade noch erfolgreiche Schütze des Ausgleichs einen Gegner weit vor dem Kreis an. Der fällige Pfiff ertönte allerdings erst, als beide die Linie des Neunmeter-Raums übertreten hatten. Weil Hersfelds etatmäßiger Siebenmeterschütze gerade eine Zeitstrafe abbrummte und keiner die Verantwortung übernehmen wollte, schnappte sich ausgerechnet der Jüngste im Team den Ball: Spielmacher David Schikarski. Er behielt die Nerven und traf zum umjubelten 30:31-Siegtreffer. (twa)

JSG Waldhessen: Jäckel, Jesse - Bämpfer, Günther (9/1), Kullmann, Reyer (11), Sitzmann (2), Kemler (2), Marx, Fischer (5), Groth (1)

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