Vereine wollen noch stärker als bisher kooperieren

Northeimer HC und MTV Moringen machen gemeinsame Sache im Jugendbereich

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Der Northeimer HC mit Mark-Oliver Wode (links) und der MTV Moringen mit Fabian Busse intensivieren ihre Zusammenarbeit. 

Northeim / Moringen - Die Handballabteilung des MTV Moringen und der Northeimer HC intensivieren ihre Zusammenarbeit. Gab es in der jüngeren Vergangenheit bereits drei Versuchsballons in Form von Jugendmannschaftsspielgemeinschaften (JMSG), so erhalten nun nach einer neuen Vereinbarung sämtliche Moringer Spieler ab der C-Jugend aufwärts ein Gastspielrecht beim NHC. Das teilten die Klubs mit.

Im Northeimer Vorstand ist Mark-Oliver Wode für die Nachwuchs- und Jugendarbeit zuständig. „Um die Talente ganz nach oben zu bringen, brauchen wir eine breite Basis, auf der wir die Kinder individuell fördern und fordern können. Der Zusammenschluss mit dem MTV eröffnet da ganz neue Möglichkeiten, auch in Bezug auf Übungsleiter und Hallenzeiten.“ Der Spiel- und Trainingsbetrieb soll sowohl am Schuhwall als auch an der Burgbreite stattfinden.

Beide Vorstände blicken erwartungsvoll in die Zukunft. Man habe in der Vergangenheit schon häufiger erfolgreich und unbürokratisch zum Wohl des Jugendhandballs kooperiert. Dies sei nun der nächste Schritt, um gemeinsam dazu beizutragen, dass Südniedersachsen eine Handballhochburg bleibt und sich entwickelt. Ziel sei es, die Mannschaften im Breitensportbereich spielfähig zu halten, aber auch, den Leistungssport auf ein breiteres Fundament zu stellen.

„Dieser Schritt ist für uns notwendig geworden, weil sich abzeichnete, dass ein eigenständiger Spielbetrieb nur noch eingeschränkt möglich gewesen wäre. Durch diese Kooperation bleibt Moringen als Handballstandort auch künftig erhalten“, erläutert Fabian Busse, Handballfachwart des MTV. Bisher gab es eine JMSG in den Altersklassen männlich D, weiblich C und im vergangenen Jahr bei der weiblichen A-Jugend.

Die Situation sei aber nicht nur aufgrund der geringen Personalstärke in den Teams schwierig. „Es fehlt auch an Übungsleitern“, berichtet Busse. Er selbst, Matthias Rosenberg und Kerstin Gerl trainieren gleich mehrere Mannschaften. „Wir stoßen an unsere Grenzen. Die Kapazitäten sind ausgereizt.“

Kerstin Gerl, in der Moringer Handballsparte zuständig für den männlichen Seniorenbereich, betont, dass diese Vereinbarung nur für den Jugendsektor getroffen wurde. „Bei den Jungs hätten wir noch selbst Mannschaften melden können. Aber bei den Mädchen ist es schwieriger. Vier bis sechs Spielerinnen sind nicht genug“, sagt Gerl. Dennoch möchte der MTV mit einer D- und einer E-Jugend in der Saison 2020/2021 eigenständig an den Start gehen.

Bei den Frauen wird die MSG Spanbeck/Billingshausen-Moringen in der kommenden Spielzeit aller Voraussicht nach keine Fortsetzung finden. Gerl setzt alle Hebel in Bewegung, um den Spielerinnen des MTV eine Möglichkeit anzubieten, ihrem Sport nachzugehen.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es bei den ehemals so erfolgreichen Männern des MTV. „Wir versuchen etwas aufzubauen“, berichtet Gerl. Ein kleiner, engagierter Kreis sei bemüht, Männerhandball beim MTV wiederzubeleben. „Alle zwei, drei Wochen wird schon trainiert. Die Resonanz könnte noch etwas stärker sein. Aber ich bin guter Hoffnung, dass wir in der nächsten Saison wieder eine Mannschaft melden.“  zys

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