A-Jugend-Meisterschaft

Brede-Team reist optimistisch nach Flensburg

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Kann und will sich steigern: Tomas Piroch (mJSG), der hier von Flensburgs Mikkel Ebeling (r.) gestoppt wird.

Geht da noch was? Das ist die bange Frage nach der 32:35-Hinspielniederlage der A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen im Halbfinal-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen die SG Flensburg/Handewitt.

„Na klar“ ist die Antwort der Mannschaft von Björn Brede vor dem Rückspiel im hohen Norden (Sa. 17 Uhr). Sie hat (mindestens) vier gute Gründe für ihren Optimismus.

 „Wir haben gezeigt, dass wir einen Rückstand umbiegen können“, sagt Torwart Björn Wenderoth. Und meint den 34:27-Triumph im Viertelfinale in Dormagen, nachdem die Nordhessen das Hinspiel gegen den Meister der Weststaffel mit 33:35 verloren hatten. Diesmal gilt es drei Tore aufzuholen.

 Wenn zwei Teams in von einer Woche zweimal aufeinander treffen, bleiben sechs Tage, um die Fehler aus dem ersten Duell zu analysieren. „Am besten lassen sich trotz Videostudiums Erkenntnisse aus der praktischen Erfahrung gewinnen und in Korrekturen umsetzen“, erklärt der mJSG-Coach. Korrekturen, die nach dem Hinspiel besonders seine Abwehr betreffen.

Die muss sich auf drei Flensburger Schlüsselspieler konzentrieren, die in Melsungen zu viele Freiräume hatten. Der 5:1-Formation gelang es zwar, Linkshänder Versteijnen rauszunehmen, doch dafür war der Halblinke Persson nicht zu halten, der nun, statt des holländischen Nationalspielers eine Sonderbehandlung bekommen soll. Oder aber die Gäste setzen auf eine 6:0-Deckung, wobei sich aus dem Mittelblock Nikita Pliuto rechtzeitig lösen muss, um Niels Gerardus Versteijnen am Torwurf zu hindern. Weiterhin gilt es den agilen Rechtsaußen Jaris Uwe Tobeler an die Kette zu legen.

Die Nordhessen wissen, was sie in der Wikinghalle erwartet. „Die werden von Anfang an marschieren“, prognostiziert Björn Brede. Also, so Rechtsaußen Julian Fuchs, „dürfen wir uns auf keinem Fall überrollen lassen.“ Im besten Fall die Anfangsphase ausgeglichen gestalten. Und dann an die Steigerung im Hinspiel anknüpfen, als die letzten 20 Minuten (24:20) der mJSG gehörten.

„Wir waren nicht so effektiv und abgezockt wie in Dormagen“, sagt der Melsunger Trainer nach dem ersten Vergleich mit den Norddeutschen. Und hofft im zweiten auf eine entsprechende Steigerung.

Gemeint ist insbesondere Tomas Piroch, der gegen Flensburg nie so richtig ins Spiel fand. Ähnlich wie im Hinspiel gegen Dormagen, ehe der Linkshänder im Rückspiel „explodierte“. Auch Ole Pregler hat laut Brede noch „Luft nach oben“. Und der keine Angst vor der möglicherweise hitzigen Atmosphäre bei der SG: „Da ist es leichter kühlen Kopf zu bewahren, als wenn man immer nur vom eigenen Publikum gepuscht wird.“ Diese Erfahrung würde der B-Jugendliche trotzdem liebend gerne noch einmal machen. Dazu muss seine Mannschaft das Finale erreichen.

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