2. Bundesliga: 24:25 in Nürtingen

Juniorteam macht SG 09 Kirchhof Mut für die Relegation

Hoffnungsträgerin: Katharina Koltschenko hinterließ in der offensiven Deckung der SG 09 Kirchhof erneut einen starken Eindruck.
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Hoffnungsträgerin: Katharina Koltschenko hinterließ in der offensiven Deckung der SG 09 Kirchhof erneut einen starken Eindruck.

Beinahe wäre es doch nur eine Kaffeefahrt nach Baden-Württemberg geworden. Eine misslungene Generalprobe, ehe im Juni die Schicksalsspiele für die SG 09 Kirchhof in der Relegation zur 2. Handball-Bundesliga anstehen.

Nürtingen – Doch nach zwischenzeitlichem 9:16-Rückstand zeigte das Team von Trainer Martin Denk Charakter und war am Ende beim 24:25 (9:13) am letzten Spieltag der 2. Bundesliga der Frauen dicht dran am Punktgewinn bei der TG Nürtingen.

„Auf die Leistung in den letzten 20 Minuten können wir aufbauen. So stelle ich mir das in puncto Leidenschaft und Zweikampfverhalten vor“, lobte Denk. Wohlwissend, dass es die zweite Garde war, die sich dafür verantwortlich zeichnete. Die Spielerinnen aus dem Juniorteam, die die Kohlen (fast) noch aus dem Feuer holten. „Eigentlich sollten ja die erfahrenen Spielerinnen führen, diesmal haben aber die Jüngeren das Team mitgerissen“, betonte Denk.

Immelnkämper und Koltschenko trumpfen auf

Da hinterließ Linksaußen Lea Immelnkämper mit vier blitzsauberen Toren nach der Pause einen löwenstarken Eindruck. Da begeisterte Katharina Koltschenko als vorgezogene Verteidigerin mit wieselflinken Bewegungen in der 5:1-Deckung. Da erwiesen sich Emilia Prauss und später Paulina Harder in ihrer Rolle als zweite Kreisläuferin neben der nimmermüden Jana Schaffrick als belebende Elemente. Und da unterstrich Deborah Spatz als Stütze in der Deckung und zum Schluss auch couragiert im Angriff, warum sie sich als letztjährige Oberliga-Torschützenkönigin einen Vertrag in der ersten Mannschaft redlich verdiente.

Über 16:20 (47., Spatz) und einen 4:0-Lauf nach Toren von Greta Kavaliauskaite (2), Spatz sowie Immelnkämper zum 23:24 (60.) schnupperte die SG noch am Unentschieden. „Arg länger hätte das Spiel nicht dauern dürfen. Dennoch bin ich stolz, dass wir nochmal zeigen konnten, dass wir zu Recht in der Liga bleiben“, sagte TG-Trainer Simon Hablizel, der mit Nürtingen neun Tage zuvor im Hinspiel beim 27:26 nach 21:26-Rückstand in Melsungen den Klassenerhalt feierte.

Siggaard und Kavaliauskaite als Anker

Damit Kirchhof dieses am 9. Juni in der Relegation ebenso tun kann, gilt es die richtigen Schlüsse aus den ersten 40 Minuten zu ziehen. Denn von den Stammkräften wussten allein Torfrau Frederikke Siggaard und die litauische Nationalspielerin Kavaliauskaite restlos zu überzeugen. An deren Seite steigerte sich immerhin noch Spielmacherin Mariel Beugels.

Lahm blieben indes einmal mehr die Flügel bis zur Hereinnahme von Lea Immelnkämper. Zerin Özcelik gelang ebenso wie der abermals fahrigen van der Linden jeweils nur ein Treffer. Und auch Kapitänin Diana Sabljak blieb seltsam blass. Ihre beiden Siebenmeter parierte die erneut starke Torfrau Christine Hesel. Schon in der 15. Minute nahm der Trainer Sabljak erstmals von der Platte. Immerhin: Mit zwei Durchbrüchen verkürzte die Kroatin per Doppelschlag auf 11:16 (40.), ehe Nürtingen ihren dritten Treffer in Serie verhindern konnte. Mehr wollte ihr nicht gelingen. Für Lichtblicke sorgten fortan vor allem die Jüngsten im Team der SG. Und machten aus einer Kaffeefahrt doch noch eine brauchbare Generalprobe. (Sebastian Schmidt)

Die Statistik:

Kirchhof: Siggaard (13 P./23 GT), Jurcevic (2/2) - Immelnkämper 4, Özcelik 1, Schaffrick 2, Harder, Evjen 2/2, van der Linden 1, Koltschenko, Sabljak 2, Beugels 2, Kavaliauskaite 7, Prauss, Spatz 3/1.

SR: Dietz/Bieler (Elgersweier).

Siebenmeter: 3/5:3/6.

Zeitstrafen: 6:2-Minuten.

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