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„Kämpfen bis zum Umfallen“: Derby zwischen SV Germania Fritzlar und SG 09 Kirchhof

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Von: Sebastian Schmidt

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So ging’s im Hinspiel zur Sache: Fritzlars Melina Hahn, die heute ihren 17. Geburtstag feiert, und Kirchhofs Angela Cappellaro.
So ging’s im Hinspiel zur Sache: Fritzlars Melina Hahn, die heute ihren 17. Geburtstag feiert, und Kirchhofs Angela Cappellaro. © Richard Kasiewicz

Die Spannung steigt: Am Sonntag kämpfen die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar und die der SG 09 Kirchhof um die Vormachtstellung im Schwalm-Eder-Kreis.

Fritzlar – Wir blicken vor dem richtungsweisenden Derby in der 3. Liga, Staffel C, auf fünf wichtige Punkte vor dem Anwurf (So. 17 Uhr, KHS- Großsporthalle). Zugelassen sind 224 Zuschauer nach 2 G-Plus-Bedingungen.

1. Bisherige Duelle: Mit acht Erfolgen in 13 Derbys hat Kirchhof klar die Nase vorn. Das spiegelt sich in insgesamt 374:338-Toren wieder. Auch im Hinspiel ließ sich die SG beim 30:22 (15:13) nur kurz beirren. Allerdings: bei zwei Unentschieden feierte Fritzlar drei Siege in den Nachbarschaftsvergleichen. Auch beim letzten Aufeinandertreffen am 12. März 2017, das vor 800 Fans in der Domstadt mit 27:26 (11:11) an die Germania ging. Dabei parierte Torfrau Vanessa Maier, die inzwischen als Vanessa Schmidt Torwarttrainerin ist, nach dem Schlusspfiff den entscheidenden Siebenmeter von Diana Sabljak.

2. Ausgangsposition: Mit 18:6-Punkten liegt die SG als Tabellenvierter unmittelbar vor der Germania (14:10). Das ist aus Sicht Fritzlars äußerst erfreulich, weil allein der vorzeitige Klassenerhalt das Ziel für die stark verjüngte Mannschaft ist. Dazu muss am Ende mindestens der sechste Platz her. Kirchhof hat indes deutlich höhere Ziele. Will zumindest in die Aufstiegsrunde kommen und strebt schnellstmöglich zurück in die 2. Liga. Da war der 30:24-Triumph über den TV Hannover-Badenstedt vor der Weihnachtspause sportlich überlebenswichtig.

3. Personelle Situation: Beide Teams haben alle Asse an Bord. Seit Anfang Januar sind beide Mannschaften wieder voll im Training. SG-Coach Dragos Negovan kann erleichtert verkünden, dass alle Spielerinnen ihre Heimaturlaube in Norwegen, Spanien, Italien oder Dänemark professionell genutzt haben, so dass Kirchhof im Bereich Corona derzeit „safe“ ist. Allerdings verzichtet die SG momentan auf die Dienste von der mit Zweitspielrecht ausgestatteten Vanessa Plümer (HSG Bad Wildungen). Wie nun bestätigt ist, blieben nur 4 von den 15 HSG-Spielerinnen von der Viruserkrankung verschont. Erst dieser Tage kehren die Erstliga-Spielerinnen des Nachbars aus ihren Quarantänen zurück.

4. Taktik: „Nicht überbewerten“ möchte SVG-Coach Lucky Cojocar den Derbyfaktor. Gleichwohl verspricht der Handball-Lehrer: „Wir werden kämpfen bis zum Umfallen.“ Wichtig ist ihm dabei, dass sein Team im Gegensatz zum Hinspiel von Beginn an präsent ist und weniger technische Fehler macht. Speziell in der Deckung sieht er Fortschritte bei seiner Mannschaft. „Kompakt stehen, aggressiv verteidigen und dann über die erste und zweite Welle erfolgreich sein“, hat SG-Trainer Dragos Negovan seinen Schützlingen aufgetragen. Die Favoritenrolle nimmt er gerne an, betont aber: „Fritzlar hat keine schlechte Mannschaft.“

5. Perspektive: Kirchhof hat die Chance, weiter an Boden im Aufstiegsrennen gutzumachen. Denn anschließend stehen gegen ASC Dortmund, PSV Recklinghausen, BVB II, Ibbenbüren und Hannoverscher SC fünf Partien an, die die SG gewinnen muss. Erst Mitte Märze folgen die direkten Duelle mit LiT Tribe (12. März) und Hannover-Badenstedt (19. März) um die beiden Plätze an der Sonne. Hannover-Badenstedt (29. Januar) ist der nächste Gegner der Germania, die folglich mit zwei „Bonus-Spielen“ (Zitat Cojocar) ins neue Jahr startet. Bislang stehen aus den Vergleichen mit den Top 4 der Tabelle null Punkte und vier Niederlagen mit jeweils mindestens sechs Toren Differenz zu Buche. (Sebastian Schmidt)

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