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Kellerkind gegen Spitzenteam: Der Northeimer HC tritt am Samstagabend bei Titelkandidat HC Erlangen II an

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Gegen Bayreuth war für die Northeimer, hier Malte Wodarz beim Wurf, mehr drin als das Remis. Trainer Bätjer sieht sein Team aktuell drei Zähler hinter dem Plan. Daher müsse auch mal eine Überraschung her.
Gegen Bayreuth war für die Northeimer, hier Malte Wodarz beim Wurf, mehr drin als das Remis. Trainer Bätjer sieht sein Team aktuell drei Zähler hinter dem Plan. Daher müsse auch mal eine Überraschung her. © Stefan Barbeln

Nach Mittelfranken, zum zweiten bayerischen Klub in der Ost-Staffel, geht es am Samstag für die Drittliga-Handballer des Northeimer HC. Aber bis zum Anpfiff um 20 Uhr müsste vermutlich ein kleines Wunder geschehen, damit die Schwarz-Gelben Zählbares vom HC Erlangen II mit nach Hause bringen. Erlangen hat sich in der Liga mit einem routinierten Kader bisher bestens präsentiert.

Northeim – Kellerkind gegen Titelkandidat! Die Vorzeichen gegen die Reserve des Bundesligisten sind klar. Hier der Kampf gegen den Abstieg mit drei oder vier Trainingseinheiten pro Woche, dort tägliche Vorbereitung des Bundesliga-Anschlusskaders auf dem Sprung ins Handball-Oberhaus. Trainer Jürgen Bätjer, noch immer von Corona gezeichnet, hebt daher auch beim verlorenen Punkt gegen Bayreuth das Positive hervor. „Taktisch haben wir anfangs viel richtig gemacht. Die Deckung stand gut, die Torhüterleistung war da und auch im Angriff haben wir immer wieder Lösungen gefunden“, analysiert er. „Aber kleine Fehler haben uns zurückgeworfen, sodass wir statt mit vier oder fünf Toren Vorsprung sogar mit einem Rückstand in die Pause gingen.“ Und Bätjer benennt die Situation klar: „Aktuell sind wir drei Punkte hinter dem Ziel. Wir brauchen jetzt die eine oder andere Überraschung“. Fraglich, ob Erlangen da mitspielt.

Denn in der Metropolregion Nürnberg, in der Fußball, Handball, Eishockey und Basketball miteinander konkurrieren, hat sich mit dem HC Erlangen ein ernst zu nehmender Bundesligist etabliert, dessen Reserve seit 2016 in der 3. Liga spielt. Nachwuchsförderung hat beim HC hohen Stellenwert. Die männliche A-Jugend spielt in der Bundesliga, alle anderen Altersklassen sind jeweils in der höchsten bayerischen Liga erfolgreich. Im Erlanger Anschlusskader stehen vornehmlich gestandene Drittliga-Spieler, aber auch ein Florian von Gruchalla lässt dort nach 500 Bundesliga-Toren in Düsseldorf, Schwerin, Flensburg und Gummersbach seine Karriere ausklingen.

Besonderes Augenmerk wird Trainer Bätjer auf zwei Brüder-Paare im Erlanger Team legen müssen. Yannik Bialowas hat nach Stationen bei Gummersbach und den Rimpar Wölfen den Sprung ins Bundesliga-Team geschafft, tritt aber auch mit Bruder Lucas in der 3. Liga an. Ist Bialowas mit der 1. Mannschaft unterwegs, steht Jonas Poser, mit 35 Toren einer der gefährlichsten Rechtsaußen der Liga, gemeinsam mit Bruder Paul bereit.  (Axel Janßen)

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