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Kirchhof bangt um vier Leistungsträgerinnen

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Von: Ralf Ohm

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Alternative im Mittelblock der 6:0-Deckung und im Rückraum: die Kirchhoferin Ida Evjen (r.).
Alternative im Mittelblock der 6:0-Deckung und im Rückraum: die Kirchhoferin Ida Evjen (r.). © Richard Kasiewicz

Diesmal könnte es klappen. Winkt Rückkehrer Christian Denk nach zwei Spielabsagen und fast vier Wochen Training der zweite Einsatz auf der Trainerbank der SG 09 Kirchhof. „Wir werden antreten“, verspricht Kai Harbach, Trainerkollege des Königsborner SV, der am Samstag (18 Uhr Stadtsporthalle Melsungen) mit dem Aufsteiger beim heimischen Handball-Drittligisten gastiert.

Kirchhof/Unna - Eine Kampfansage ist das nicht. „Für uns geht es in diesem Spiel um nichts“, sagt der ehemalige Zweitliga-Spieler, der mit dem Tabellenzehnten in Nordhessen quasi auf der Durchreise ist. Es ist der vierte von fünf Meisterschaftsauftritten in zehn Tagen. Der Fokus liegt nach zuletzt neun Niederlagen auf dem fünften, dem tabellarischen Nachbarduell am kommenden Dienstag bei der Ibbenbürener Spielvereinigung. Die treffen die Unnaerinnen möglicherweise in der Abstiegsrunde wieder, wo diese Partie in die Wertung eingeht. Also könnten in Melsungen sogar die Leistungsträgerinnen Melanie Webers und Rabea Pein geschont werden. Eine Achse, die bisher für über 40 Prozent der Königsborner Tore gesorgt hat. Bleiben als Gefahrenherde die Rückraumrechte Jona Krollmann und Rechtsaußen Eileen Axtmann, die beim ansprechenden 29:31 gegen BVB II acht Mal traf.

Der SG-Coach lässt sich von solchen Planspielen nicht beirren. „Wir werden niemanden unterschätzen“, betont der A-Lizenz-Inhaber. Verbunden mit dem zarten Hinweis, dass der Zweitliga-Aufsteiger bei ähnlicher Konstellation „auch schon mal auf die Nase gefallen ist“ (beim ASC Dortmund und in Ibbenbüren). Außerdem plagen ihn eigene Personalprobleme. Greta Kavaliauskaite, Martina Pandza, Frida Nygaard Ulrichsen und Katharina Koltschenko sind angeschlagen und drohen allesamt auszufallen.

Möglicherweise eine Bewährungschance für Ida Evjen, die bisher nur als (sichere) Siebenmeterschützin in Erscheinung trat. Die 21-Jährige wäre im Mittelblock (mit Deborah Spatz) und im Rückraum ein Alternative. Die Ausfälle in der Aufbaureihe könnten im Angriff auch durch eine zweite Kreisläuferin - Paulina Harder neben Angela Cappellaro - kompensiert werden. Und der linke Flügel wäre für Talent Marie Sauerwald frei.

Allerdings: Auch die Nachrückerinnen stehen arg unter (Sieges-)Druck. Denn im Gegensatz zum Gast geht es für die Gastgeberinnen, die unbedingt die Aufstiegsrunde erreichen wollen, um sehr viel.

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