2. Handball-Bundesliga

Kirchhof enttäuscht auch in Waiblingen - Abstiegskampf spitzt sich zu

Zum Haareraufen: Kirchhofs Trainer Martin Denk verzweifelt an der Auswärtsschwäche seiner Mannschaft, die auch in Waiblingen kläglich versagte.
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Zum Haareraufen: Kirchhofs Trainer Martin Denk verzweifelt an der Auswärtsschwäche seiner Mannschaft, die auch in Waiblingen kläglich versagte.

Die Situation der SG 09 Kirchhof im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga spitzt sich zu. Der Grund: Während die Konkurrenz im Tabellenkeller überraschend punktete hatten die Denk-Schützlinge nach dem 22:22 im „Hinspiel“ gegen den VfL Waiblingen ihre Hausaufgaben nur schlampig erledigt. Denn im direkt aufeinanderfolgenden zweiten Duell im Gehege der Waiblingen Tigers mussten sie sich mit 22:31 (10:15) geschlagen geben.

Waiblingen - „Jetzt ist es für uns noch enger geworden“, musste Trainer Martin Denk nach der 15. Saisonniederlage konstatieren. Ebenso, „dass auswärts bei uns der Wurm drin ist.“ An den Vorzeichen und an der Vorbereitung kann es nicht gelegen haben. Letztlich hatte das Remis vor eine Woche gegen den gleichen Gegner offenbart, dass dieser, weil im Umbruch und im Niemandsland der Tabelle beheimatet, zu packen war. Und einen klaren Matchplan hatte der SG-Coach seinen Schützlingen nach intensivem Videostudium auch mit an die Hand gegeben.

Doch der war schon nach wenigen Minuten Makulatur. Kirchhofs „Halbe“ sollten bei ihren Abschlüssen Waiblingens starken Mittelblock umgehen, doch der hatte schon in der Anfangsphase die befürchteten Erfolgserlebnisse. Zudem war auch Torfrau Zec sofort voll da. Die Folge: Alina Ridder, Vanessa Nagler und Caren Hammer sorgten für einen 3:0-Vorsprung nach sechs Minuten und die Gäste liefen von nun an hinterher.

Mehr schlecht als recht, denn der Gastgeber konnte seine Führung auf 9:3 (17.) ausbauen. Trotz einer sich steigernden Torfrau Siggaard, die jedoch von ihren Vorderleuten im Stich gelassen wurde. Die waren in vielen Eins-zu-Eins-Situationen gegen Hagen, Smits und Co. nur zweiter Sieger. Und im Angriff ob vieler Fehlwürfe (allein elf in der ersten Halbzeit), technischer Fehler und unvorbereiteter Abschlüsse eine leichten Beute für Waiblingens 6:0-Deckung. Zwar konnten Lea Immelnkämper, Jana Schaffrick, Ida Evjen und Greta Kavaliauskaite auf 10:7 verkürzen (21.), doch Julia Schraml, Caren hammer und Tanja Padurch konterten zum 13:7 (25.).

Torfrau Siggaard im Stich gelassen

Immerhin: Denks Pausenansprache schien gefruchtet zu haben. Für sechs Minuten. Siggaards Paraden beantwortete Rückraumspielerin Evjen mit zwei sicher verwandelten Siebenmetern zum 17:14, ehe Kirchhofs Offensive erneut patzte. Was Waiblingen mit einem 4:0-Lauf bestrafte - die Vorentscheidung schon nach 40 Minuten.

„Wir haben konsequent aus dem Tempospiel heraus getroffen und waren wesentlich effektiver“, beschrieb Thomas Zeitz die Fortschritte seiner Mannschaft gegenüber dem ersten Duell. Der VfL- Coach, der in Quarantäne vom heimischen Sofa das Spiel verfolgte, konnte sich letztlich sogar noch über einen Kantersieg freuen. Denn in der Schlussphase hatte sich der Gast beinahe völlig aufgegeben. „Die Köpfe gingen viel zu früh runter“, gestand Kapitänin Diana Sabljak, die wie ihre Nebenleute in fremder Halle erneut enttäuschte.

Derlei fehlendes Aufbegehren soll aber unbedingt noch mal zur Sprache kommen. In einer für Montag angesetzten Krisensitzung. „Jeder muss sich und seine Leistung hinterfragen“, fordert Kirchhofs Trainer. Auch im Hinblick auf das nächste Spiel (gegen Freiburg), vor dem der 35-Jährige und sein Team noch mehr unter Druck stehen.

Kirchhof: Siggaard (16 Paraden /31 Gegentore), Jurecevic; Oezcelik 2, Schaffrick 2, Harder, Evjen 8/7, van der Linden, Koltschenko, Sabljak 2, Beugels 3, Immelnkämper, Kavaliauskaite 3, Schlegel 1, Prauss 1, Spatz.

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