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Kirchhof feiert höchsten Saisonsieg

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Von: Ralf Ohm

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Phasenweise unbezwingbar: Kirchhofs Torfrau Aleksandra Orowicz, eine der Garanten für den Kantersieg gegen den Tabellenletzten.
Phasenweise unbezwingbar: Kirchhofs Torfrau Aleksandra Orowicz, eine der Garanten für den Kantersieg gegen den Tabellenletzten. © Pressebilder Hahn

Die schönste Nachricht machte nach dem Schlusspfiff die Runde. Martin Schwarzwald, Trainer der SG 09 Kirchhof, ließ es sich nicht nehmen, seinen Spielerinnen die frohe Kunde von der 25:28-Heimniederlage von Aufstiegskonkurrent Aldekerk gegen Leverkusen zu überbringen, womit die Spitzengruppe in der 3. Handball-Liga West noch enger zusammen gerückt ist. Es war die Kirsche auf der Sahne. Für die Sahne hatte zuvor seine Mannschaft mit einem 30:15 (15:6)-Erfolg gegen den TuS Treudeutsch Lank gesorgt.

Melsungen – Nicht immer mit Glanz und Gloria, aber derart souverän und abgeklärt, dass am Ende der höchste Saisonsieg heraussprang. „Nach dem Minimax-Prinzip“, wie der SG-Coach lächelnd erläuterte. Gemeint: Minimaler (aber stets ausreichender) Einsatz und maximaler Ertrag, um seinen Mini-Kader (ohne Vier) nicht allzu sehr zu strapazieren.

Das gelang, weil sein Matchplan voll aufging. „Dem Gegner frühzeitig den Stecker ziehen, um so jegliche Gegenwehr im Keim zu ersticken“, lautete seine Anweisung, die seine Schützlinge brav erfüllten. Allen voran Aleksandra Orowicz. „Sie hat fantastisch gehalten“, lobte der 36-jährige A-Lizenz-Inhaber die Torfrau. Zurecht. Die ließ in den ersten 20 Minuten nur zwei Gegentreffer zu und leistete mit ihren (bis dahin) sieben Paraden die Vorlage zu einem fulminanten 8:0-Lauf zum vorentscheidenden 12:2. „Ich habe mir bei den ersten leichten Bällen die Sicherheit für die folgenden schweren geholt“, erklärte Kirchhofs Nummer eins ihr Erfolgsrezept, zu dem aber auch „die konzentrierte Abwehrarbeit meiner Vorderleute“ gehörte.

Denn: Die Gäste tappten in fast jede Falle, die ihnen die 5:1-Deckung der SG stellte, waren darüber hinaus in den Zweikämpfen hoffnungslos unterlegen - und zunehmend entnervt. Richtig cool dagegen verwandelte die vorgezogene Deborah Spatz fast jeden Tempogegenstoß. Und schwang sich zudem zur Anführerin im eigenen Positionsangriff auf. Schlüpfte damit in die Rolle von Anna-Maria Spielvogel, die diesmal etwas unauffälliger agierte. Was nicht ins Gewicht fiel, weil die Gastgeberinnen auch nach dem Wechsel den Druck in der eigenen Defensive hoch und das Schlusslicht auf Distanz hielten.

Spätestens nach drei Treffern in Folge (Spatz, Hafner, Spielvogel) zum 23:10 (46.) konnte Martin Schwarzwald die eigenen Kräfte noch besser verteilen. Lina Nöchel durfte nach ihrer Knöchelverletzung erstmals wieder ran, scheiterte aber zweimal an TuS-Torfrau Babette Schalley. Die beste Gäste-Spielerin, die ihrer Mannschaft ein Debakel ersparte.

Und Yan Li Stannies konnte Selbstvertrauen tanken. Dank fünf Paraden in der Schlussphase, womit sie in Orowicz‘ Fußstapfen trat. Passend zum runden Kirchhofer Abend in der Stadtsporthalle.

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