3. Liga

Kirchhof feiert ungefährdeten Pflichtsieg

Wieder mal erfolgreich durchgetankt: Kirchhofs Rückraumspielerin Deborah Spatz (l.), die hier Ibbenbürens Isabell Zaletel und Christin Neubauer stehen lässt und einen ihrer elf Treffer erzielt.
+
Wieder mal erfolgreich durchgetankt: Kirchhofs Rückraumspielerin Deborah Spatz (l.), die hier Ibbenbürens Isabell Zaletel und Christin Neubauer stehen lässt und einen ihrer elf Treffer erzielt.

Auch Pflichtsiege haben bisweilen ihren Reiz. Zumindest phasenweise. Etwa wenn der Favorit mal so richtig aufdreht und die Muskeln spielen lässt. Wie die SG 09 Kirchhof zwischen der 5. und 23. Minute. Da überrollte der Handball-Drittligist Aufsteiger Ibbenbüren und legte mit einem furiosen Zwischenspurt zum 14:6 den Grundstein zum ungefährdeten 29:21 (16:9)-Erfolg.

Melsungen - „Gut verschoben, gut geblockt und gut ausgeholfen“, lobte SG-Trainer Negovan seine 6:0-Deckung, die auch nach Meinung von Aufbauspielerin Spatz „viel kompakter als in den letzten Spielen stand.“ Der Gast bekam‘s zu spüren und erst mal kein Bein an die Erde. Für das erste Tor durch Hannah Schoppe benötigte das Zaletel-Team neun Minuten.

Kirchhofs Angriff brauchte dagegen etwas Anlaufzeit. Begann nervös und übermotiviert, ehe Rechtsaußen Alma Loro Jean den Bann brach (5.) und Rückraumspielerin Spatz nachlegte - 3:0 nach sieben Minuten. Als Greta Kavaliauskaite zum 7:3 traf (13.), war die Offensive des Gastgebers endgültig auf Kurs.

Denn danach klappten auch die „leichten“ Tore über die erste und zweite Welle, wurde Kreisläuferin Cappellaro erfolgreich gesucht, fand Spielmacherin Frida Nygaard die Lücken im gegnerischen Deckungsverband, der nach einem 4:0-Lauf zum 11:4 endgültig zu bröckeln drohte. Erst eine Kavaliauskaite-Zeitstrafe (23.) stoppte die Kirchhofer Herrlichkeit, ohne dass sich bis zur Pause Wesentliches an den einseitigen Kräfteverhältnissen änderte. „Das war gut für unser Selbstvertrauen“, freute sich die agile Angela Cappellaro.

Spatz und Cappellaro stark

Was für die zweite Hälfte nur noch in Ansätzen galt. Etwa wenn Deborah Spatz mit ihren präzisen Pässen die zweite Welle einleitete, nachrückte und selbst entschlossen vollendete. Vier Mal, ohne dass sich Ibbenbüren nur ansatzweise auf sie einstellen konnte. „Der Gegner war in der Rückwärtsbewegung ziemlich passiv und das habe ich genutzt“, erklärte die 22-Jährige ihr Erfolgsrezept. Ohne indes zu verhehlen, „dass wir in der zweiten Hälfte nicht mehr so richtig ins Rollen gekommen sind.“

Was nicht an der Abwehr oder an den Torfrauen Sophia Ritter und Alica Schmincke galt. „Beide haben geliefert“, stellt Dragos Negovan zufrieden fest. Nicht mehr liefern konnte sein Positionsangriff, denn der ließ sich von der nun offensiver agierenden Gästedeckung immer mehr den Schneid abkaufen: „Ibbenbüren hat spekuliert und so bei uns viele technische Fehler provoziert.“ Zudem vergaben Ida Evjen (Negovan: „Sie wollte zuviel auf einmal“) und Alma Loro Jean zu viele Chancen.

Womit klar wurde, was die neuformierte Mannschaft für die kommenden, wegweisenden Spiele noch verbessern muss: das Spiel ohne Ball. Dazu hat sie nun zwei Wochen Zeit, weil am kommenden Wochenende spielfrei ist. Was dem SG-Coach nach eigener Aussage durchaus recht ist.

Von Ralf Ohm

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.