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Kirchhof hilft in Frankfurt/Oder nur ein Sieg

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Von: Ralf Ohm

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Sandra Szary
Sandra Szary © Richard Kasiewicz

Es gibt Kampfansagen, die sind weniger an den Gegner als an sich selbst gerichtet. „Im nächsten Spiel greifen wir wieder an“, erklärte Kirchhofs Trainer Denk nach der 20:34-Abfuhr des Handball-Drittligisten gegen den HC Rödertal. Eine Maßnahme gegen den eigenen Frust und den seiner Spielerinnen. Einen Ball, den diese vor der Partie beim HC Frankfurt/Oder (Sa. 16 Uhr) aufnahmen. „Noch ist nichts verloren“, bekräftigte Rückraumspielerin Deborah Spatz, weiß aber auch, „dass wir nun punkten müssen.“

Melsungen - Um die Chance auf den zweiten Platz, der ein Aufstiegsspiel gegen den Tabellenzweiten der Gruppe 2 ermöglicht, zu wahren. Den hat der ostdeutsche Traditionsklub offensichtlich abgeschrieben. „Da ist wohl nichts mehr drin“, sagt HC-Trainer Wolfgang Dahlmann, der im Januar Steffen Obst ablöste. Nach zwei Niederlagen in Rödertal und gegen Mainz-Bretzenheim, „die zeigten, dass wir noch nicht zweitligareif sind“. Was fehlt? „Die Effizienz und die leichten Tore aus dem Rückraum sowie Cleverness und Kaltschnäuzigkeit.“

Kein Wunder angesichts der Tatsache, dass reichlich Talente des Jahrgangs 2004 im Kader sind, die noch in der A-Jugend-Bundesliga spielen. Das „Kapital für die Zukunft“ des Ex-Meisters wie etwa die quirlige Gerda Kairyte, Maxi Fuhrmann oder Emy Jane Hürkamp, die schon mit 16 Jahren in der 3. Liga debütierte, derzeit aber verletzt ist. „Anführerinnen“ der Mannschaft sind die Aufbauspielerinnen Monika Odrowska und Maxi Fuhrmann, die in der Hauptrunde, die Frankfurt als Zweiter mit 36:4-Punkten abschloss, mehr als 100 Tore erzielt haben. Einzige Linkshänderin im Rückraum ist die Ex-Kirchhoferin Sandra Szary.

Christian Denk, der weiterhin auf Agustina Jaén Loro, Angela Cappellaro und Frida Nyggaard verzichten muss, warnt darüber hinaus vor der starken Kreisläufern Gina Kaczamarek. Umso mehr als sein Team gegen Rödertal in der Nachwurfzone die gewohnte Kompaktheit in der Abwehr vermissen ließ.

Fehleranalyse und Selbstkritik gehörten nämlich auch zur (schnellen) Vergangenheitsbewältigung. Was ebenfalls half, die Enttäuschung abzulegen und sich ganz auf Frankfurt zu fokussieren. Der möglicherweise letzte Strohhalm für die SG 09 in der Aufstiegsrunde.

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