2. Liga

Kirchhof hofft auf Befreiungsschlag bei Denk-Einstand in Freiburg

Zerin Öczelik
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Gefordert: SG-Rechtsauen Zerin Öczelik

Wenn sich diese Geschichte wiederholt, ist bei der SG 09 Kirchhof Aufatmen angesagt. Wie vor einem Jahr muss der heimische Handball-Zweitligist bei der HSG Freiburg antreten (Sa. 18 Uhr). Wie vor einem Jahr reist er mit der Hypothek von fünf Niederlagen in Folge an. Wie vor einem Jahr sitzt ein neuer Cheftrainer auf der Bank.

Kirchhof/Freiburg - Martin Denk nämlich, der Gernot Weiss ablöste, der wiederum an der Dreisam bei seinem damaligen Einstand als Nachfolger von Christian Denk mit einem 24:21-Erfolg seine Mission Klassenerhalt einläutete. Auf ein ähnlichs Debüt hofft nun sein Nachfolger: „Wir haben hier die Chance, den Bock umzustoßen und wieder ins Rollen zu kommen.“

Die Hoffnung auf „einen Befreiungsschlag wie in der letzten Saison“ hegt auch Kreisläuferin Jana Schaffrick, ohne allerdings den Gegner zu unterschätzen: „Die Freiburgerinnen nutzen jeden Fehler eiskalt aus.“ Fehler, provoziert von einer kompakten, blockorientierten 6:0-Deckung, die es laut Martin Denk „auseinander zu ziehen“ gilt. „Wir müssen sie rauslocken“, sagt der SG-Coach.

Dabei besonders gefordert: Mariel Beugels. Die Spielmacherin soll sowohl ihre starken „Halben“ Klara Schlegel und Diana Sabljak wie auch die Außen Hannah Kamp und Zerin Öczelik in Szene setzen. Katharina Hufschmidt und Iva van der Linden fallen aus, Greta Kavaliauskaite ist nach ihrer Knieoperation noch in der Reha. Alternativen für den Rückraum und die Flügel sind Deborah Spatz und Lea Immelnkämper.

Die Breisgauer leben im Angriff hauptsächlich von ihrer ersten und zweiten Welle, eingeleitet von Torfrau Svenja Wunsch, die als Ersatz für die verletzte Lena Wiggenhauser den Sprung in die 2. Liga geschafft hat. „Sie wird immer stärker“, sagt HSG-Vorsitzender Raynald Thomm, was trotz karger Punkteausbeute (erst ein Sieg und ein Remis) für die gesamte Mannschaft gilt.

HSG noch ohne Heimsieg

Die war im letzten Spiel ausgerechnet beim noch ungeschlagenen Tabellenführer Füchse kurz vor ihrem zweiten Saisonsieg, unterlag aber noch mit 29:32. Außerdem zog sich die torgefährliche Spielmacherin Rebekka Dürr (24/10-Tore) eine Knieverletzung zu und wird gegen Kirchhof auf der Mitte von Kathrin Disch ersetzt. Bleiben als Gefahrenherde im Freiburger Positionsangriff noch die zweikampfstarke Rückraumspielerin Nadine Czok (40/16) und Kreisläuferin Carolin Spinner (38/14).

Der Heimvorteil für die Südbadenerinnen war bisher keiner. 0:10-Punkte lautet die ernüchternde Zwischenbilanz im eigenen Haus. Für den HSG-Chef kein Zufall. „Die Mannschaft lebt sehr stark von der Emotion und Begeisterungsfähigkeit. Umso mehr leiden wir darunter, dass ohne Publikum gespielt wird,“ erklärt er.

Auch gegen Kirchhof bleiben die Ränge der Gerhard-Graf-Sporthalle leer. Ein Vorteil für die Gäste?

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