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Kirchhof im Spitzenspiel gegen BVB II mit Lotte Iker

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Von: Ralf Ohm

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Kann wieder im Angriff der SG 09 Kirchhof die Fäden ziehen: die Ex-Dortmunderin Lotte Iker.
Kann wieder im Angriff der SG 09 Kirchhof die Fäden ziehen: die Ex-Dortmunderin Lotte Iker. © Artur Schöneburg

Es ist ein Spitzenspiel. Keines, in dem es schon um Alles oder Nichts geht, aber eins mit durchaus wegweisendem Charakter. Denn: Dem Gewinner der Partie des Dritten SG 09 Kirchhof gegen den Zweiten BV Borussia Dortmund II (Sa. 18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen) winkt die Tabellenführung in der 3. Handball Liga West und damit die beste Ausgangsposition im Kampf um die ersten beiden Plätze, die zu den Aufstiegsspielen in die 2. Liga berechtigen.

Kirchhof/Dortmund - „Wir wollen eine Duftmarke setzen“, sagt Martin Schwarzwald. Die Intention des SG-Trainers: einerseits seine Schützlinge nicht (zusätzlich) unter Druck zu setzen, andererseits das nach vier Siegen in Folge gewachsene Selbstvertrauen und Sebstverständnis auf die Platte zu bringen. Weiterhin ohne Greta Kavaliauskaite und Carlotta Fege, aber immerhin wieder mit Lotte Iker. Macht eine wichtige Option mehr im Rückraum, so dass Anna-Maria Spielvogel, „die alles spielen kann“ (Schwarzwald), am Kreis Paulina Harder entlasten könnte.

„Wir müssen demütig bleiben“, sagt Dominik Schlechter. Die Intention des BVB-Trainers: weiter auf der Erfolgswelle reiten und mit entsprechendem Polster darauf vorbereitet sein, „dass sich die Zeiten auch ändern können.“ Davon ist die aktuelle Situation bei der Bundesliga-Reserve allerdings weiter denn je entfernt. Nach acht Siegen und zwei Remis sind die Dortmunderinnen als einziges Team der Westgruppe noch ungeschlagen.

Selbst den Ausfall ihrer einzigen Linkshänderin im rechten Rückraum, Fiona Adam (Kreuzbandriss), steckten sie weg, was auch der Rückkehr von Mariuca Patru zu verdanken ist. Die Aufbauspielerin brauchte nach zwei Kreuzbandrissen keinerlei Anlaufzeit und schlug postwendend ein. „Sie hat ganz viel Klasse und kann der Mannschaft etwas Besonderes geben“, lobt der BVB-Coach „den Mut und die Kreativität“ der 21-Jährigen.

Die aber nicht der einzige Aktivposten im Rückraum ist. Auch „Kopf“ Lyna Schwarz (bisher 48 Feldtore) und Sophia Bücker (25) sind aus der zweiten Reihe torgefährlich. Am Kreis wirbelt Neuzugang Zeo Stens (aus Wuppertal), die auch mit Schwarz einen formidablen Doppelblock in der 6:0-Deckung bildet.

„Das, was sie machen, machen sie stabil und gut“, lobt Kirchhofs Trainers gleichermaßen des Gegners Defensive und Offensive gleichermaßen. Das, was die Westdeutschen noch besser machen, ist das explosive Umschalten in die erste Welle mit Paradeverwerterin Mara Birk (67/30). Schwarzwalds Konseqeunz: „Wir müssen Dortmunds Tempo eindämmen und die Mannschaft in den Positionsangriff zwingen.“

Dann nämlich bekommen es die Gäste mit Kirchhofs unorthodoxer 5:1-Deckung zu tun. Und mit der bisher überragenden Torfrau Aleksandra Orowicz. Ein Attribut, dass allerdings auch Jugendnationalspielerin Nora Kothen, Neuzugang aus Aldekerk, für sich in Anspruch nehmen kann. Ein Duell, das einem Spitzenspiel (mehr als) würdiig ist. Und es letztlich entscheiden könnte.

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