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Kirchhof mit Mini-Kader gegen Schlusslicht

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Von: Ralf Ohm

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Erneut gefordert: Kreisläuferin Paulina Harder.
Erneut gefordert: Kreisläuferin Paulina Harder. © Richard Kasiewicz

Plan B wird zu Plan A, die erfolgreiche Not- zur vorläufigen Dauerlösung. Gegen den TuS Treudeutsch Lank (Sa. 18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen) muss die SG 09 Kirchhof neben Greta Kavaliauskaite und Marie Sauerwald erneut auf Carlotta Fege (Knöchelverletzung), Lotte Iker (umgeknickt) und wohl auch auf Lina Nöchel (krank) verzichten.

Kirchhhof/Meerbusch - „Da müssen wir durch“, sagt Martin Schwarzwald, Trainer des heimischen Handball-Drittligisten. Und strahlt dabei durchaus Zuversicht aus. Denn sein Vertrauen gilt denen, die es - auf teilweise ungewohnter Position - schon gegen Bayer Leverkusen gerichtet haben. Paulina Harder etwa, die nach ihrer Einwechslung nur wenig Anpassungszeit brauchte, um am Kreis für Unruhe und vier Tore (bei vier Versuchen) zu sorgen. Häufig wunderbar freigespielt von „Freigeist“ Agustina Jaen Loro, die im rechten Rückraum durch ihre Übersicht glänzte, von der auch Rechtsaußen Anamarija Boras profitierte.

Den Vogel schoss indes Anna-Maria Spielvogel ab, die am Kreis begann, um dann im Rückraum für Furore und sieben Tore zu sorgen. Und die sich vor dem Gastspiel des Schlusslichts die Mahnerin gibt: „Wir dürfen den Aufsteiger auf keinem Fall unterschätzen.“

Der hat nämlich trotz seiner mauen Zwischenbilanz auch schon respektable Ergebnisse (etwa beim 21:24 bei Spitzenreiter Aldekerk oder beim 18:18 gegen den Tabellenzweiten Köln) erzielt. Aber, so klagt Trainer Tomasik, „viele knappe Spiele verloren hat“, was der ehemalige Zweitliga-Spielmacher (Emsdetten) „auf unsere schlechte Chancenverwertung“ zurückführt. In Zahlen: Die Angriffseffektivität des Neulings, der bisher die wenigsten Treffer der Weststaffel erzielt hat (215 in zehn Spielen) beträgt 45 Prozent. „Wir sind im Abschluss einfach zu nervös“, beobachtet Jurek Tomasik, der deshalb vor der Reise nach Nordhessen den Druck rausnimmt: „Sie sollen einfach mal drauflos spielen.“

Dabei kann er auf Kreisläuferin Kathrin Näckel (Hochzeitsreise) auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, aus dem sein Kollege die torgefährliche Spielmacherin Madeleine Hoffmann (schon 44/24 Treffer), die Rückraumlinke Kyra Mannheim („Hat einen gefährlichen Durchbruch“) und Linkshänderin Birte Pitzen aufgrund ihrer „Abschlussqualitäten“ als Gefahrenherde ausgemacht hat.

Am liebsten wäre Kirchhofs Coach natürlich, wenn seine Schützlinge wie im Hinspiel (28:19) den Rheinländerinnen frühzeitig den Stecker ziehen, um so jegliche Gegenwehr schon im Keim zu ersticken. Für seinen Mini-Kader wär‘s ein Segen.

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