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Kirchhof mit zwei Spielen in drei Tagen - Nygaard zurück

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Von: Ralf Ohm

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Nein, mit Mathematik hat Christian Denk vor der möglicherweise entscheidenden Saisonphase nichts am Hut. Rechnerisch wäre, bei voller Ausbeute seiner Mannschaft am Wochenende, die ersehnte Qualifikation für die Aufstiegsrunde der 3. Handball-Liga möglich. Doch der Trainer der SG 09 Kirchhof sagt: „So weit schauen wir nicht.“ Stattdessen gilt erst einmal die volle Konzentration dem Nachholspiel gegen den ASC Dortmund (Fr. 20 Uhr Stadtsporthalle Melsungen).

Kirchhof - Dem folgenden Gipfeltreffen bei der HSG Blomberg-Lippe II (So. 15 Uhr) ist am Samstag ein Sondertraining gewidmet. „Wir haben etwas gut zu machen“, weiß Marie Sauerwald vor dem Heimspiel gegen die Dortmunderinnen. Die Linksaußen, die wohl wieder die verletzte Martina Pandza ersetzen muss, was ihr zuletzt hervorragend gelang. Und die auch bei der 30:33-Hinspielniederlage dabei war, einem dieser Ausreißer nach oben, der den ASC laut Denk „durchaus gefährlich macht“. Das gilt besonders für die Achse mit Spielmacherin Annika Kriwat (142/52-Tore) und Kreisläufern Vivien Busse (72/31). „Die müssen wir in den Griff bekommen“, fordert der SG-Coach. Plus die agile Rückraumlinke Maren Bradtke (61/5), die allerdings angeschlagen ist.

Da trotz dieser drei Torjägerinnen Konstanz nicht zu den Tugenden des Teams von Dirk Niedergriese gehört, muss es in die Abstiegsrunde. Um dort eine gute Ausgangsposition zu wahren, gilt es (gegenüber Königsborn) den neunten Platz zu verteidigen. Dazu fehlt mindestens ein Punkt, der aber laut ASC-Coach nicht in Melsungen eingeplant ist: „Dazu hängen dort für uns die Trauben zu hoch.“

Einsatz von Kavaliauskaite weiter fraglich

Das könnte für den Kirchhofer Auftritt zwei Tage später beim Meister, der von seinen 21 Spielen 19 gewonnen hat, auch gelten. Zumal der Einsatz von Greta Kavaliauskaite, die sich den Daumen angebrochen hat, weiterhin fraglich ist. Immerhin hat sich Frida Nygaard Ulrichsen erholt, könnte in den Rückraum rücken und damit Angela Cappellaro wieder an den Kreis - angesichts der höchst offensiven Deckung der Bundesliga-Reserve durchaus von Vorteil.

Allerdings: Der Schlüssel für eine Revanche für die 31:32-Hinspielniederlage dürfte gegen den Top-Angriff der Liga, der pro Spiel fast 33 Tore erzielt, wohl in der eigenen Deckung liegen. Es gilt dabei zwei aktuelle und eine angehende Bundesliga-Spielerin zu stoppen: Die Rückraumlinke Leni Ruwe (bisher 102 Tore) und Spielmacherin Nieke Kühne (85/23) durften bereits in der laufenden Saison im Oberhaus auflaufen, Linksaußen Mia Ziercke (104/10) hat für nächste Saison einen Vertrag unterschrieben.

Ein (besonderer) Fall für Katharina Koltschenko, die die Halbposition der Kirchhof 6:0-Abwehr äußerst variabel interpretiert. Und für Rechtsaußen Alma Jaén Loro, die genauso schnell vorne wie hinten sein muss. „Das wird kein Schaulaufen“, hat Christian Denk Respekt vor der Aufgabe und vor dem hochkarätigen Gegner.

Der ist gegenseitig. Sein Kollege spricht von „einem Spitzenspiel, das diese Klassifizierung wirklich verdient.“ Ein würdiges Abschiedsspiel also für Björn Piontek, der die HSG nach elf Jahren Richtung Lemgo, wo er die A-Jugend-Bundesligamannschaft übernimmt, verlässt.

Wird dringend im Kirchhofer Rückraum gebraucht: die wiedergenesene Frida Nygaard Ulrichsen, die mit der SG in drei Tagen zwei wegweisende Spiele bestreitet.
Wird dringend im Kirchhofer Rückraum gebraucht: die wiedergenesene Frida Nygaard Ulrichsen, die mit der SG in drei Tagen zwei wegweisende Spiele bestreitet.Scheidender Trainer der HSG © Richard Kasiewicz

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